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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 8-11 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 8-11 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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Bericht des Präsidiums 143 wir haben bisher fünf Fihte und noch viele Hospitanten in Aussicht. Nichtsdestoweniger mußten sich die Verbindungen aus eigener Ueberzeogung entschließen, sich, ihr Programm und ihr Außenleben zu modernisieren. Zu diesem Zweck beschloß der Seniorenkohvent der jüdischakademischen Verbindungen (Ivria, Kadimah, Libanonia, Jordiania, Maccabaea, Robur, Unitas, Zephirah), Herrn Dr. Bentfeld zu ersuchen, vor dem S. C. das Programm seiner jüdischen Jugendorganisation darzulegen. Dr. Bentfeld leistete der Einladung Folge, seine etwas verworrenen Ausführungen gipfelten in der Erklärung, daß er „gegen die Verbindunge* eigentlich gar nichts einzuwenden habe". Gegen diesen „Doppelaar"» der anders spricht als er denkt, ist natürlich schwer aufzukommen. Wir werden jedenialls alles tun, um moderne, wirklich zeitgemäße Erziehungserfolge zu erzielen. Nim ist noch ein, vielleicht der wichtigste Punkt zur Sprache!zu bringen. Es handelt sich um die Frage, ob die anderen Verbindungen picht dem Gedanken einer Kartellierung näher treten wollen. Am 10. Dezember fand die normale Wochensitzung des S. C. itatt. Bbr. Lilienfeld war Wortführer der Kadimah. Im Verlauf der Debatte kam die Rede wieder auf das Projekt der Kartellierung und alle Korporationen erklärten, prinzipiell einer Kartellierung im Rahmen des K. J. V. zuzustimmen. Indes werden mit der „Libanonia" und der „Maccabaea'% die auch heute noch das Couleursfudententum über den Zionismus zu stellen scheinen, wohl noch manche Redeschlachten ausgefochten werden müssen, bevor sie sich zu Konzessionen entschließen werden. Der interne Betrieb ist den Verkehrs- und Beleuchtungsschwierigkeiten angepaßt. Fuxen stunden und Seminare finden bei uns regelmäßig statt, der Altherren-Verband hält wöchentlich einen stark besuchten Diskussionsabend, bei dem Inaktive und Aktive als Gäste anwesend sind. Zur Satisfaktionsfrage können wir vor Klärung der Verhältnisse an den jetzt rein deutschen Hochschulen keine Stellung nehmen und bleiben vorläufig auf dem Standpunkt der unbedingten Satisfaktion. Bezirksverband Hamburg Bei Kriegsausbruch waren etwa 40 K. J. V.-er in Hamburg ansässig einschließlich der jüngeren. Bis dahin hatte sich die Arbeit der einzelnen auf die jüdischen Vereine so verteilt, daß im Barkochba Fritz Fmk, im Jugendbund G o 11 s c h a I c k, im Blau-Weiß Hirschfeld und Schwabacher und in der Zionistischen Ortsgruppe Pf Z a d i fc , Hildesheimer, Weiß, W. Unna, Kalmus, Bloede und Schwabacher arbeiteten. Der bundesbrüderliche Zusammenhang war ziemlich stark; kurz nach - Kriegsausbruch wurde ein neuer Vorstand gebildet, dem als Leiter W. Unna und S. Weiß und fernerhin Nathan und Schwabacher angehörten. Da die beiden ersteren bald eingezogen wurden, wurden die Geschäfte von Nathan und Schwabacher allein geführt. Als die drei Hauptaufgaben kamen in Betracht: Aufrechterhaltung und Förderung des Zusammenhangs zwischen den Bundesbrüdefn draußen und in der Heimat. Einflußnahme in den national-jüdischen Organisationen und die Keiltätigkeit. Ueber diese ist zu berichten, daß im Laufe des Krieges etwa zehn neue Füxe aus Hamburg, dem K. J. V. beiträten; allerdings ist zuzugeben, daß mangels junger keilkräftiger Bundesbrüder, die Zusammenhang mit den Schulen hatten, sowohl die Arbeit wie auclt die Erfolge nicht befriedigend waren; hierzu kommt, daß: Nathan und

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