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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 8-11 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 8-11 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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Bericht des Präsidiums J 39 gegen Ende des Sommer-Semesters 1918 als V.J.St. „Saronia". Erstehargierter war Moser. Der Antritfskonvent des Wintersemesters 1918/19 wählte Fromm| Wittenberg und Arnsberg zu Chargierten. Zu Beginn des Semesters konnten wir eine sehr schön gelegene Vorzimmerwohnung beziehen, die wir mit den Freiburger Möbeln so gut es ging ausstatteten und die dem Verbindungskben in höchstem Maße förderlich ist. Neben häutigen Veranstaltungen, die den persönlichen Zusammenhang zwischen den Bundesbrüdern fördern sollen (Ausflügen in den Taunus, Spielabenden in der Wohnung u. a. m.), sorgen zwei Tendenziuxenstunden (Fro mm), ein hebräischer Kurs, der zweimal wöchentlich stattfindet, in letzter Zeit auch noch ein zweiter Kurs für Anfänger, die beide von A. H. Frey geleitet werden, ein Palästinakurs (A. H. Otiten st ein), Referate und anderes für die jüdische Ausbildung der Bundesbrüder. Dianeben wurde auch zweimal wöchentlich gefochten, und in letzter Zeit geturnt. Auch am1 hiesigen national-jüdischen Leben nehmen wir starken Anteil. Das gilt vom national-jüdischen Jugendausschuß, wo wir den Vorsitz führen, als auch ganz besonders vom jüdischen Nationakussdiub\ der auf unsere Veranlassung gegründet wurde und die gesamte zionistischaußenpolitische Exekutive für Frankfurt innehat. Außerdem besuchen wir tast regelmäßig die Veranstaltungen der Zionistischen Orts- und Jugendgruppe. Auch die Keilarbeit wird nicht vernachlässigt. Die *ganze Arbeit geschieht unter sehr schwierigen Verhältnissen, denn obgleich eine große Anzahl Bundesbrüder zu unserer großen Freude aus dem Felde zurückgekommen ist, mußte eine Anzahl Bundesbrüder, und zwar gerade die jüngeren, Frankfurt verlassen, da es neutrales Gebiet ist. So kommt es, daß» nur ein aktiver Bursch hier ist und das Ueberweisungsressort wird sich gerade mit Frankfurt große Mühe geben müssen. V. J. Sf. Ivria, Heidelberg Wie in den meisten Universitätsstädten der Provinz, war »auch in Heidelberg in den ersten Jahren des Krieges die Zahl der aktiven K. J. V.-er eine ganz geringe; in den Semestern von Herbst 1914 bis Frühjahr 1917 war daher in der hiesigen V. J. St. Ivria kein Betrieb. Erst im Sommersemester 1917 war eine ziemlich große Aktivitas hier; es war daher damals ein sehr intensiver Betrieb: ausgiebige Keilarbeit, Fuxen- Unterricht, Hebräischlernen, Geschichts- und Palästinakursy Fechten. Seitdem waren immer genügend Bundesbrüder hier, so daß auch in den darauffolgenden Semestern immer von einem Leben der Korporation zu berichten ist. Die Arbeit war immer so intensiv, wie es im Rahmen der Kriegsverhältnisse und der geringen Anzahl der Aktiven möglich war. } Jedoch ist es sehr wesentlich,, noch von den Gegensätzen zu berichten, die sich, im Laute der letzten zwei Semester besonders, immer wieder zeigten. Deren Vorhandensein erschwerte einerseits die Arbeit, andererseits machte sie das Zusammenleben zum Ausgangspunkt vieler Anregungen; jedenfalls soll hier nur kurz und nicht ins Einzelne gehend von dem i Gegensatz erzählt werden, da ja zu erwarten steht, daß der Kartelltag einen Ausgleich der Gegensätze bringen wird. | Es waren nicht nur die Blau-Weiß-Füxe, die infolge ihrer Blau- 1 Weiß-Erziehung gegen den gewöhnlichen, bisher bestehenden K.J.V.» ' Betrieb und K. J. »V-Geist opponierten, sondern war rirf^rOfffffp«««*»'

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