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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 8-11 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 8-11 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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138 Bericht des Präsidiums Verluste haben wir erlitten. Wir verloren unseren tüchtigen, Hoch be* fahigten Beifuß, einen lieben Mensehen wie Leo Loewenbacb, unseren vornehm edlen Dr. Edelstein, unsere jungen F.üxe Josef Levi, einen feinen, sympatischen Menschen, und Walter Coblenzer8 einen hoffnungsvollen jungen Bundesbruder* Unser O.V. G. Bruno LOedenthal, mit dem uns herzliche Freundschaft verband, wurde uns ebenfalls durch den Tod entrissen. Das jetzige» Uebergangs-Senxester, dient in erster Linie der Reorganisation der, Verbindung. Konsolidierung nach innen und äußert, Erziehung unseres reichlichen Fuxenmaterials sind unsere dringendsten Aufgaben. Wir müssen unter unglaublich schwierigen äußeren Verhält- (nissen arbeiten: keine Kneipe, schwer einschneidende Einschränkungeil infolge der Okkupation usw. Dazu kommt, daß die jüngeren im Kriege gewesenen Burschen nicht die erforderliche K. J. V.-Ausbildung genossen haben, so daß die Korporationsarbeit in erster Linie in Händen älterer Bundesbrüder liegt. Trotz aller Schwierigkeiten haben wir bisher neun Aktivmeldtmgen erzielt bei einer Gesamtzahl von 34 ortsan lesenden Bundesbrüdern. Das Innenleben der Verbindung ist unter den obwaltenden Umständen alsgut zu bezeichnen. Der Fuxenunterricht hegt in guten Händen. Chargierte sind Adolf Abraham, Oskar Eschelbacher und Max Spiegel. Am 1. Februar gedenken wir eine neue gemietete Kneipe zu beziehen, so daßi das nächste Semester in dieser [Beziehung, bessere Bedingungen haben wird. Ueber die Aussichten der V. J. St. Bonn ein Urteil abzugeben, ist nicht ganz einfach. Man wird sie als günstig bezeichnen dürfen, wenn sich der Geist erhält, der augenblicklich hier herrseiht. Das Menschenmaterial, das wir in nächster Zukunft bekommen werden, ist in jüdischer Beziehung das gleiche wie vor dem Kriege. Der Prozentsatz an zionistischen Keilfüxen, vor allem der aus dem Blau-Weiß hervorgegangenen4, ist gering. Wir müssen nach wie vor mit scharfer Front gegen die Assimilation kämpfen, und die Rheno-Silesia ist kein zu verachtender Gegner. Nur innere Geschlossenheit und studentisch-korporative Form verleiht uns die Werbekraft, um im Rheinland etwas erreichen zu können. Die rhei- ' nische Mulus will in erster Linien Student sein, ein Abbau der korporativen Form, wie er anscheinend in Berlin durchgeführt wird, würde den Untergang unserer V. J. St. unweigerlich zur Folge haben. V« J. St. Saronia, Frankfurt a/M. Am 1. Semester der Frankfurter Universität, September 1914, sollte Mer eine V. J. St. aufgemacht werden. Durch den Kriegsausbruch wurde diese geplante Eröffnung einer Verbindung gehindert und die hier anwesenden ganz wenigen Butfdesbr\der schlössen sich zu einem Stamm* fösch zusammen. Dank der kräftigen Arbeit dieser Bundesbrüder und Dank dem Umstände, daß die Eigenschaft Frankfurts als größere Garnisonstadt eine beträchtliche Anzahl Bundesbrüder militärisch hierher führte, wuchs der Stammtisch allmählich. Erstchargierte waren der Reihe nach W. Eilbott, H. Kle*- wansky, R. Bloch, G. W e i n e r/ Es wurden einige Keilerfolgc erzielt und so gut es ging, wurde jüdisch gearbeitet. Ende des Seme* «ters halfen uns größere Veranstaltungen in der Frankfurter OeffentfidiV??1 F-jP fassen. Da die Keilerfolge im Sommer-Semester bedeutend «ü-e-gen (-•-■- "'fee, z-tfo j.voßten Te;? aer?, K. C. sshesfehenuen Krdsen) -üstt> *2ä £*hs> v.. :;*V i^c;* hv^ltittkrizr* vir ttm aXJfiTH^rj"CIL.«nunUCäUl-UJticrH XUICU ~vxi-UWiuniigsur;-nuclt—:vrxxiift*vT-

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