Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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136 Bericht des Präsidiums ^* gedacht. Ersteres dürfte wohl an einem! erheblichen Widerstand jaul beiden Seiten scheitern. Wir hoffen, auch diese Frage in Verhältnis^ mäßig kurzer Zeit zu erledigen. * Unsere Erwartungen auf die beginnende Friedenszeit, von denen besonders die palästinensische Einstellung der Bundesbrüder hervorzuheben ist, sind wohl deshalb berechtigt, weil unsere Stellung hier im jüdischen' Leben durchaus als gefestigt zu bezeichnen ist. V. J« St. Bonn und Bezirksverband Rheinland-Westfalen Die Aufgabe der V. J. St. Bonn ist es, in dem assimilierten Westen Deutschlands ein Brennpunkt jüdisch-zionistischen Lebens zu sein, eine Kampftruppe heranzubilden, die dem Zionismus Eingang verschafft in die für die Verwirklichung unserer zionistischen Ziele in mancher Hinsicht wertvolle Judenheit Rheinland-Westfalens. Sie ist berufen, in mühevoller Arbeit durch Gewinnung jüdischer Studenten der organisierten Assimilation,... dem K. C, den Boden strittig zu machen und die neuen Mitglieder im K. j. V.-er-Geist zu erziehen. Was vor dem Kriege im V. J. St. Bonn an Innenarbeit geleistet »worden ist, war gut; wir glauben behaupten zu dürfen, daß wir bei unseren Bundesbrüdern erzieherisch in jüdischer und menschlicher Hinsicht im großen ganzen das erreicht haben, was wir erreichen wollten: die meisten sind gute Bundesbrüder und tätige Zionisten. In unserer Keilarbeit sind wir vor dem Kriege nicht sehr erfolgreich gewesen. Das lag außer an der Assimilation der rheinischen Juden überhaupt an einer Reihe von Momenten, zum großen Teil daran, daß wir infolge äußerer schlechterer Bedingungen dem K. C. gegenüber nicht voll und ganz konkurrenzfähig waren. So war ein wunf er Punkt, der uns in der Keilarbeit sicherlich viel geschadet hat, die schlechte Kneipe. Als dann im Juli 1914 der lang erstrebte Hauskauf' gesichert war, warf der Krieg Pläne und xMöglichkeiten um. Durch ihn wurde die zwar kleine, aber dafür in ihrem Wollen umso geschlossenere Korona auseinandergesprengt. * Das erste Kriegssemester, das Wintersemester 1914/15, sah nur einige wenige Bundesbrüder nach Bonn zurückkehren; diese nahmen getreu der Tradition der V. J. St. Bonn die Arbeit wieder auf, mit dem Erfolge, daß fünf Füxe — eine bis dahin in Bonn nicht erreichte Zahl von Aktivmeldungen — der Korporation beitraten. Das Semester konnte nur zwei Monate lang aufrecht erhalten werden, dann wurde die Mehrzahl der Bundesbrüder eingezogen; das wurde jedenfalls erreicht, daß sich die Füxe eng imit der Verbindung verwachsen fühlten. In dem folgenden Semester — Somimer 1915 — fand sich abermals eine kleine Anzahl von Bundesbrüdern in Bonn ein, und es konnte leider wiederum nur für kurze £eit, ein Verbinduhgsleben aufrecht erhalten werden unter Leitung von Henri Schwabacher und Otto S t i e f. Viel war es nicht; Einziehungen machten bald dem Betrieb ein Ende. Eine Aktivmeldung wurde erzielt. Eines ist aus den beiden Semestern noch hervorzuheben: es gelang damals, unsere Kassenverhältnisse, die zu Beginn des Krieges seh? im argen lagen, auf gesunde Grundlagen zu stellen; die finanzielle Konsolidierung hat seitdem günstige Fortschritte gemacht. Im Winter-Semester 1915/16 konnte-nicht eröffnet werden. im Sommer-Semester 1916 waren einige K. J. V.-er als Soldaten in Bonn, die mit Unterstützung von Cölner Alten Herren und in Bonns Nach- K^lfilfeV*^iiügisxtfJi- Bundesbrüjderneinen ,. yerbindungsbetriebv einrjcrU