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Der jüdische Student · 1919-02-01 · Heft 8-11 (Februar 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
15 (1918-1919)
Issue
Heft 8-11 (Februar 1919)
Date
1919-02-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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Bericht des Präsidiums triehr unter dem brennenden Interesse an den deutschen Fragen. Erst im Laufe de9 dritten und vierten Kriegssemesters konnte ihr wieder der ihr gebührende Platz zugewiesen werden. Sie spielte sich ab in dem System der Fuxenstunden, Vorträge und Kurse; Soweit esmöglich war» wurde auch der Verkehr mit den Bundesbrüdern im Felde durch Rundschreiben und Privatkorrespondenz aufrechterhalten, wenn auch manchmal in mangelhafter Weise. Unser augenblicklicher Stand ist etwa dahin zw charakterisieren, daß wir uns in einer Zeit der Uebergangswirtschaft befinden. Unsere. Bundesbrüder aus dem Felde sind bereits zum größten Teil wieder hier eingetroffen, so daß wir numerisch außerordentlich ttark geworden sind. Die Behandlung unserer Kriegsfüxe haben wir nicht prinzipiell entschieden, sondern einer besonderen Kommission überwiesen, die infolge der zahlreichen Differenzierungen jeden Fall einzeln entscheiden soll. Selbst- Yerstandlich stehen wir auf dem Standpunkt der möglichst schnellen Bur- «chung der Kriegsfüxe. Was unsere jüdische Tätigkeit anlangt, so glauben wir, daß mehr als bisher unsere Innenarbeit in den Vordergrund gerückt werden muß» natürlich nicht unter Außerachtlassung der äußeren Propagandatätigkeit. Wir wenden voraussichtlich — die endgültige Regelung wird erst nach den Ferien, Anfang Januar, erfolgen — das System der Arbeitsgruppen im Sinne von Dr. Arnold Barth bei uns einführen, also 1. Hebräisicjhj, 2. Palästinakunde und -fragen, 3. Schrifttum. Die Schwierigkeiten, die hier in Breslau in dem Mangel an Lehrkräften bestehen, hoffen wir zu überwinden. Ferner glauben wir, daß gerade die ernste Verwirklichung der Innenarbe.it uns ein äußerst gutes Propagandamittel bedeuten wird. Es muß nun noch darauf hingewiesen werden, daß hier eine Strömung vorhanden ist, die darauf gerichtet jst, die beiden Verbindungen wieder zu trennen. Nach welchen Prinzipien dies geschehen soll, darüber i9t man sich noch völlig unklar. Diese Fragen hoffen %ir auf einem unserer nächsten Konvente zu regeln. Die Fragen des Kartelltages, z. B. die der korporativen Form, der unbedingten Satisfaktion, der Erziehung, werden bereits seit längerer Zeit hier eifrig erörtert. Es wäre noch einiges über unsere Stellung zu den anderen hiesigen jüdischen Organisationen zu sagen: An dem irn Sommer 1917 gegründeten national-jüdischien Ausschuß beteiligten wir uns, ebenso an dem im Anfang des laufenden Semesters errichteten national-judischen Sekretäriat, jedoch' nicht an der gemeinsamen Wohnung. Mit den studentischen Korporationen kamen wir gleich nach Beginn der Revolution infolge der Wahlen zu einem Studentenausschuß in nähere Berührung. Wir schlössen damals mit dem K.C., der A. W. V., der V. J. A. und Angehörigen von paritätischen Vereinen ein Wahlkartell. Wir kamen dadurch einander näher und waren bereit« go weit, daß man uns von K. C.-er-Seite die Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft vorschlug. Infolge des kürzlichen Vortrags von Nachuan Goldmann jedoch wurde alle Hoffnung, die man teilweise bei uns hegte, wieder illusorisch gemacht, insofern als sich die bestehenden Gegensätze noch verschärften. Dies ist als kein großes Unglück zu bezeichnen; Umso weniger als wir noch mit dem A. W. V., der seit einiger Zeit offiziell jüdisch ist, enge Beziehungen aufrecht erhalten. Dessen Aktivita* ist nämlich zu drei Vierteln zionistisch, teilweise schon organisiert. Es erhebt sich für uns nun die Frage, in welcher Form oiese Leute an lins herangezogen werden können. Man hat an eine Fusion mit dem Aj-y&.V. oder , einem teilweisen Uebertritt der zionistiscrien_^4JWjyLw^

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