Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Bericht des Präsidiums llf daß aber eine Stufung der Bundesbrüder als für die Erziehung wesentlich bei* behalten wird. Voreilige Abschaffung würde den Austritt vieler Bundesferüder bewirken. 35. Die Münchener V. J. St.-er sind für unbedingte Wahrung der Einheitlichkeit des Kartells und deshalb gegen die Aufnahme jeglicher Verbindung im Sinne des fiechawer. Verbindungen dieser Art mögen neben dem Kartell und in guter Beziehung zu ihm das ihrige Für den Zionismus tun. 36. Die Münchener y. J. St.-er sind im Getühl für die Größe des Augenblickes und seiner entscheidenden Bedeutung für das jüdische Volk der Ansicht, daß es jetzt darauf ankommt, weit mehr als bisher das persönliche und geistige Leben des Einzelnen mit der Vergangenheit und Zukunft des Judentums zu verknüpfen. Dazu ist insbesondere erforderlich: Straffe wissenschaftliche Tätigkeit, körperliche Ertüchtigung und gute Beherrschung der hebräischen Sprache bis zur A. H.-ierung, die bei allen jetzt Aktiven davon abhängig gemacht werden muß. Es soll jedoch bei allem zionistsichen Streben die Pflege europäischer Kultur und Gesittung nicht vernachlässigt werden. 37. Antrag Loewenstein u. Gen.: Der Hedhawer wird in das K. J.Y. aufgenommen. Bericht des Präsidiums für den I. Kartelltag des K. J. II. Zum ersten Mal seit seiner Begründung tritt das K. J. V. zu einer ordentlichen Tagung zusammen. Zwar haben auch während des Krieges zwei Besprechungen größeren Stiles Stattgefunden, die wir im Gegensatz zu den ordentlichen Kartelltagen als K. J. V.-er-Tage bezeichneten. Aber das waren doch Zusammenkünfte von zufällig in Berlin anwesenden Bundesbrüdern, während die große Mehrzahl im Felde stand; Tagungen, die zur Beschlußfassung nicht berechtigt waren und nur durch eingehende Aussprache die Kartellarbeit zu fördern vermochten. So versammeln sich die K. J. V.-er jetzt zum ersten Mal, um Rückblick zu halten über die Geschichte des Kartells seit dem 19. Juli 1917, da unter der Leitung unseres verewigten Erich Rosenkranz B. J, C. und K. Z. V. sich zu einer Einheit verschmolzen, und um in gemeinsamer ernster Beratung dem K. J. V. rteue Wege zu weisen. ( Der Krieg hat schwer auf dem Kartell gelastet. Aus einer Organisation der Jugend, in der keiner bei Kriegsausbruch das militärpflichtige Alter überschritten hatte, mußte die überwiegende Mehrzahl eingezogen werden. Von den Bundesbrüdern nichtdeutscher Staatsangehörigkeit abgesehen, ist die Zahl derer verschwindend gering, die nicht wenigstens für einige Zeit dem Heere angehört hatten. Von den 1130 Bundesbrüdern, die unser