Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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116 Kartelltaganträge Angenommen (9:5) wurde folgende Resolution: > 25. „Die V. J. St. Ivria Heidelberg betont, daß sie im K. J,V. die Ör~ gjtnisation der national-jüdischen Akademikerschaft sieht und daß sie daher die Aufnahme von Nichtakademikern in das K. J. V. prinzipiell ablehnt/* , . - / ' r, V. J. St. ffllaccabaea Königsberg v 26. Resolution: Die V. J. St. Maccabaea sieht in einem Komplex von Ersdieinungenj die während des Krieges und zum Teil durch die besonderen Umstände des Krieges entstanden sind und im Kartell Beunruhigungen hervorgerufen haben, auch ihrerseits eine Bedrohung der gesunden Grundlagen des Kartella Sie präzisiert demgegenüber ihren Standpunkt folgendermaßen:; Die Maccabaea hält eine Revision unserer korporativen Formen für berechtigt, soweit sie mit den Notwendigkeiten unserer jüdischen Weiterentwicklung nicht mehr vereinbar sind und nicht durch ihre Beseitigung bzw. Aenderung die starke Geschlossenheit und Einheitlichkeit unserer] ' Gemeinschaft sowie die Erziehung unseres Nachwuchses gefährdet wird. Sie sieht ' eine Gefährdung unserer Aufgaben in den Bestrebungen, die dahin gehen, sich mit wenigen Gleichgesinnten nur nach Gefühtsmomentert in einem engen Kreise von den andern Bundesbrüdern abzuschließen unter zum Teil zur programmatischen Forderung erhobener Ablehnung der bundesbrüderlichen Verbundenheit, Gesinnung und Gesellschaft, sowie durch das Verlangen, sich innerhalb der Verbindung schrankenlos nacK persönlicher Gefühlsbetonung ausleben zu dürfen, und fordert im Gegensatz: zu diesem Sichhingeben an persönliche Stimmung und Beanlagung die bewußte Einordnung in die Gemeinschaft als ein Postulat nationaler (Verantwortlichkeit. Sie verlangt, daß der Tradition des Kartells entsprechend auch' fernerhin auf die Erziehung zu männlichen Persönlichkeiten das größte Gewicht gelegt werde." . 27. Burschungen dürfen nach Beginn des zweiten Semesters vorgenommen werden. Nach dem Fuxenexamen haben die Füxe Sitz auf 'den}. B.C., jedoch keine Stimme. 28. Die Kneipe als offizielle Veranstaltung wird abgeschaft. 29. Die studentischen Formen werden abgeschafft, soweit sie nicht lediglich auf Repräsentationszwecke nach äußenhin bezug haben. 30. Die Stellungnahme für oder gegen die Satisfaktion wird nicht den einzelnen Bundesbrüdern überlassen. 31. Die V. J. St. Maccabaea Königsberg beantragt die Schaffung einer vK. J. V.-Geschichte und eines Fuxen-Kompendiums. V. J. St. Mttnchen 32. Die Münebener V. J. St.-er sehen in der Aufnahme von Nichtakademikern in das Kartell eine Verletzung der Statuten, gegen die sie grundsätzlich Einspruch erheben müßten. Sie sind der Ansicht, daß eine aka* demische Standesorganisation für den Zionismus unbedingt erforderlich ist. 33. Die Münchener V. J. St.-er-sind für Beibehaltung des Programms in seiner heutigen Gestalt, da der Geist des Kartells die zionistische* Tendenz gewährleistet. 34. Die Münchener V J. St.-er sind dafür, daßi unwesentliche Formiert, sowie die Satisfaktion, konform mit den deutsch-studentischen Korpora^ iionen, bei der demnächst zu erwartenden Regelung aufgegeben werden^