Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Kärtelltagariträge 1*5 1. Die Keilerfolge des K. J. V. nach Verbindungen und Heimatsorten bzw. Provinzen. £; Vergleich mit den Erfolgen des fC^. und anderer jüdischer paritätischer Verbindungen. 3. Verhältnis unserer Erfolge zur Gesamtzahl der an den Universitäten und Heimatsorten vorhandenen Keilfüxe. 17. Der Kartelltag verlangt von allen Korporationen des K. J.V. ohne Berücksichtigung ihrer Einstellung auf besondere Arbeitsgebiete die Pflege von Turnen und Sport. Der Kartelltag betrachtet die tätige Teilnahme an der jüdischen Turn- und Sportbewegung als Pflicht des K. J. V.s, Für Verwirklichung dieses Beschlusses soll ein Ressort für körperliche Betätigung eingerichtet werden. 18. Der Kartelltag beauftragt das Präsidium; zu den ostjüdisdhen Aksademikerorganisationen, insbesondere zu dem Hechawer, Beziehungen auf« runehmen, um gemeinsame Tätigkeitsgebiete festzusetzen, ihre Bearbeitung in Angriff zu nehmen und eine möglichst enge gegenseitige Berührung} herbeizuführen. 19. Der Kartelltag beauftragt das Präsidium ein Ressort für hebräische Bildung einzurichten. Bezirksverband Hamburg 20. Der Zionismus fordert, daß jeder Zionist sich' persönlich in die tätige jüdische Gemeinschaft auf dem Boden Palästinas eingliedere. Da jedoch die für Palästina notwendige Berufsgliederung vorläufig nur eine Verhältnismäßig geringe Anzahl Akademiker zuläßt, kann das K. J. V. nur einen kleinen Teil seiner Mtiglieder zum Aufbau Palästinas entsenden, legt aber den geeigneten Bundesbrüdern die Uebersiedlung dringend nahe. — Es wird ferner für notwendig erkannt* bei der Beeinflussung der kommenden Generation dahin zu wirken, daß sie sich in höherem Maße produktiven Berufen zuwenden, die sie für die palästinensische Gemeinschaft geeigneter mache. 21. Der Bezirksverband Hamburg bifligt die Begründung der Hedhatoer und hält die Schaffung ähnlicher Arbeitsgruppen für wünschenswert. 22. Die Reform der Korporationen im Sinne möglichst weitgehender Abschaffung der unjüdischen Korporationsform, ohne daß: die korporative Einheit im Kartell gefährdet wird, ist erwünscht. 23. Das Erziehungsprogramm ist auf Uebersiedlung nach Palästina einzustellen. Bei der Berufswahl ist eine Beeinflussung in diesem Sinn« Auszuüben. V. J. St. Ivria» Heidelberg hat folgende Kartelltagsresolution angenommen: 24. „Die V. J. St. Ivria Heidelberg begrüßt es, daßi sich Korporationen von eigenem Charakter bilden; insbesondere billigt sie die Entstehung der Blau-Weiß-Korporation Hechawer und deren Aufnahme in das K. J.V." Im Anschluß daran wurde über die Aufnahme von Nichtakademikeni in die etwa entstehenden Blau-Weiß-Korporationen gesprochen; es wurde tn dieser Frage folgende Resolution abgelehnt mit einer Stimmenverteilung von 5:9. „Die V. J. St. Ivria Heidelberg ist damit einverstanden* daßi dl£- felnigen Nichtäkademiker, die zu der Gemeinschaft gehören, die sicfi in der Blau-Weiß-Korporation Hechawer zusammengefunden hat, auch offiziell in das K. J. V. aufgenommen werden; ferner ist es? für eine sinngemäße Üebertragung dieses Prinzips auf andere, etwa entstehende Hectei- ^rkorporationen/'; -;_." _:4