Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 7 (Januar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
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Hofdßeim, Die gegenwärtige Lage des K.J. V. Iii Beiinden der Verbindungen setzen, obsie fechten, Sport treiben, turnen}.» kneipen, schwimmen, wandern, rudern, nach außen hervortreten, viel oder wenig öffentliche Veranstaltungen machen wollen oder nicht. Sie, haben__ nur die Kartellstatuten zu beachten und die vom Kartefitag aufgestellten g^jjjjy^ eLe müssen: Tur das gesamte KäTfeir^ wekhero-säm^ Kartells vertreten sein können, hat strengste Kontrolle darüber auszuüben, daß jede Korporation im Geiste des Kartells arbeitet. In den Erziehungsmitteln und in der Formung des Gemeinschaftslebens können aber die Korporationen divergieren. In der Spezialdebatte über die Erziehungsfrage scheint mir neben den gerade für unsere erste Tagung besonders notwendigen theoretischen Fragen eine Erörterung über die Neugestaltung unseres Tuxen- Unterrichts^erjoj^jrjich^ Ich halte es für unbedingt*" erforaerfrchy daß1 nlcW'Tiur im Plenum ins Blaue hinein geredet wird, sondern daß' von vornherein eine aus ehemaligen Fuxmajoren und sonstigen Sachverständigen zusammengesetzte Kommission im kleinen Kreise diese Fragen bespricht und dem Kartelltag greifbare Resultate vorlegt. 'Die P a 1 ä s t i n a d e b a 11 e wird, wie ich annehme, vorn elimlich zwei Fragen zum Inhalt haben: die Möglichkeit akademischer Berufe in Palästina und die Vorbereitung hierfür, alsdann 3Te^GrünffiuTg einer K^J^V, -Arhusa , I Jeher die Achusa wird uns der Referent Walter Moses praktische Vorschläge machen; Eingehend wird die Frage der Geldbeschaffung zu besprechen sein. Letzter und "nicht unwichtigster Punkt der Tagesordnung ist die Alt-Herren frage. Was Alt-Herrenfrage bedeutet, brauche ich nicht einmal anzudeuten. Ein jeder Alte Herr wird empfinden, daß der bisherige Zustand nicht fortdauern kann. . Zwischen der Mehrheit der Alt« Herrenschaft und den jüngeren Generationen einschließlich vieler jüngerer Alten Herren ist eine geistige .Entfremdung eingetreten, die unbedingt überwunden werden muß, wenn überhaupt ein gemeinsames Leben innerhalb des Verbandes geschaffen werden soll. Es schadet nichts, daß in der Einstellung zu unseren nationalen Fragen zwischen Jun^ und Alt grundlegende Gegensätze vorhanden sind. Viele Alte Jjfijygn, die in anderen Anschauungen groß geworden sind, können nun einmal nicht umlernen, f3 -^ia»Ml!fe!^***^a=^^^ und die jugend wira sich mit der Tatsache abzufinden haben, däncTiF8* Alten nicht das persönliche^TeTIangen nach^PalasYrna"habelPuhll nicht auf ihre alten Tage Hebräisch lernen. . Was aber gefordert werden muß, istj daß unsere Alten Herren Achtung und Verständnis für die idealen Ziele der Jugend haben, daß sie sie warm unterstützen und jede finanzielle Hilfe j gern zusagen. Die Jugend verbittet.es sich mit Recht, daß ihnen von Aelteren im Stile von Onkeln auf .die Schulter geklopft wird und die ihr heiligen Forderungen mit jugendlicher Unreife erklärt werden. Der Karteiltag sollte klar aussprechen, daßi wir nur solche Alten Herren bei uns wollen^, die, wenn sie schon nicht mit der Entwicklung mitgegangen sind und sich selbst in Reih und Glied mit der Jugend fühlen, doch wenigstens zu dem beglückenden Bewußtsein von Vätern fähig sind, in ihren Kindern das zu erleben, was ihnen zu erreichen nicht beschieden war. Es ist sicher, daß mit einer veränderten Haltung der Alten Hejrrenjn^jj__(jjje...Respektlosigkeit der [unp-en vv?cne^^[[d. .üfier^cTie" ' jeneTso lebhafte Klage führend Unseren Alten Herren muß* gesagt werden, daß üie Jugend nicht das Älter," sondern nur die Gesinnung ^^^^^jS^^^SxX. WeTcfieT*