Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 3-4 (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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tJericnte W schaitlicher Beziehung Unter seiner Leitung fahren stets diese vier ILeute zusammen. In den Einzelheiten der sportlichen Ausbildung ist «der Führer selbständig. In der Ivria werden dann von mehreren Booten gemeinsam Heimabende unter Leitung der Führer (jetzt soll auch ein Palästinakurs eingerichtet werden), bei uns dafür die Bootshausabende veranstaltet. Soweit es möglich ist, werden Boote nur aus unsern Bundesbrüdern zusammengesetzt. Soweit dies aus sportlichen oder sonstigen Gründen nicht möglich ist, werden unsere Bundesbrüder auf die Boote der Ivria verteilt. An der Spitze des gesamten so vereinigten Betriebes steht der Instruktor. Am Donnerstag ist Uebungsabend und Trainingsbetrieb. Am Sonntag treffen sich alle Boote am gemeinsamen Lagerplatz oder nachmittags in einem Lokal. Von größeren gemeinsamen Veranstaltungen sei das Anrudern erwähnt, .zu dem wir einen Achter, fünf Vierer ,und zwei Zweier zusammengebracht nahen; an der Pfingsttour nach Zernsdorf beteiligten sich fünf Vierer und ein Doppelzweier. Auch mehrere Trefffahrten mit unseren anderen Berliner Korporationen wurden veranstaltet. Wir V. J. St.er verdanken im übrigen viele nette Nachmittage unserer gastlichen Aufnahme durch unsere Bundes- ^chwester, Fräulein Helene Blumst ei n,*in Friedrichshagen. Wir beteiligen uns auch weiter an der Herausgabe der IvriarBIäter., Auf Anregung von Dr. Schwabe beabsichtigen wir auch mit dem Bar Kochba, der jetzt eine neue Sportabteilung gegründet hat, eine, wenn auch sehr viel losere Arbeitsgemeinschaft als mit der Ivria durchzuführen. Diese Dingg, sind noch im Fluß; es so! daher spläier darüber berichtet werden. Zum Durcharbeiten all dieser Pläne erwiesen sich Konvente etwa alle •drei bis vier Wochen als notwendig. An sonstigen Veranstalungen sind noch besonders unsere Bootshausabende am Donnerstag nach dem Ruderbetrieb zu erwähnen, die besonders beliebt und gemütlich sind. Wir nehmen im Garten an festlich gedeckter Tafel unser (mitgebrachtes) warmes Abendbrot und sind bei zwangloser Unterhaltung meist bis tief in die Nacht hinein zusammen. Die meisten schlafen im Bootshaus. Am nächsten Morgen wird dann auch das Frühstück gemeinsam genommen, bevor jeder an seine Arbeit geht. Im Semester besuchten uns mehrere Male Bundesbrüder aus dem* Felde; so Moritz B i I e s k i, Rolf Jacob i, Hein usw. Hartwig und Ernst Simon I konnten einige Wochen während ihres Urlaubs und Lazarettaufenthalts, Rudi Schön heimer und Schrameck fast während des ganzen Semesters an unserm Bietrieb teilnehmen. Wir erhielten im Laufe des Semesters vier neue Füxe: Bertram F i - s che r, Fritz Schweizer, Ernst 'S i m o n II, Adolf Schindler. Paul Hirsch und Schönheimer wurden rezipiert. E x i n e r wurde A. H. 'des Ruder-V. J. St. Birnbaum wurde der Rat zum Austritt erteilt; er ist damit ausgeschieden. Offizielle Semesterferien werden nicht gemacht; da alle Bundesbrüder Berliner sind, läßt sich auch während der Ferien der volle Betrieb aufrecht erhalten; er ist auch im Interesse der Ivria geboten. Die Aemter blieben wie bisher verteilt. Walter Katschke Bonn» Wir eröffneten das Semester am 1. Mai mit 1 ortsanwesenden Alten Herrn (Emil Cohn) und 4 Inaktiven (David, Oottst.ein, Hertz und Kaufmann). Der Antrittskonvent beschloß, den Ver-