Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 3-4 (September 1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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bmdungs'betrieb in Form eines Stammtisches wieder aufzunehmen,* und %äMIte G ot't s t e i n - zu seinem Leiter. . .. * Die, Keiltätigkeit in Bonn und Cöln brachte uns im Laufe des - Se~ Diesters 6 Aktivmeldungen. Die Namen "unserer Ftixe sind-: - Kurt J a co b, Walter Coblenz, Philipp Sternberg, Max Sc Ii les i n g e r, sämtlich aus Cöln, Siegfried Levy aus Neuwied, Herbert Levy aus Hohensalza. - David gab Tendenz-, Gott stein Kommentfuxenstunde; Hert2. Palästinaunterricht. Kauf mann hielt wöchentlich ein bis zwei Geschichtsvorträge in Cöln in der sog. Arbeitsgemeinschaft, an der auch Außenstehende teilnahmen. Die Vorträge waren durchschnittlich von 40$ K. J. V.ern, Studentinnen, Blau-Weißen und anderen Zionisten aus Cölln ■■ und Bonn besucht und werden im nächsten Semester fortgesetzt. Mit unseren Füxen, die inzwischen leider bis auf Herbert Levy und Schlesinger eingezogen oder ins Feld gerückt sind, halten wir den Konnex durch Schriftwechsel aufrecht. Am 27. Juli fand in Bonn eine Tagung des Bezirksverbandes. Rheinland-Wes tfalen statt, zu der über 20 Bundesbrüder erschienen waren und die sich hauptsächlich mit der Organisation der Keilarbeit für die nächsten Semester befaßte. Abends stieg eine sehr gute und gemütliche Bowle beim „Aennchen". Für den 28. Juli hatte der Zionistische G r u p p e n v e r b'a n d für Rheinland und Westfalen eine Versammlung nach Cöln einberufen, auf der Bbr. Bruno Nathan über „Jugendarbeit", Bbr. Leo Kaufmann über „Reorganisierung der Jugendarbeit in iRheinland und Westfalen" referierte. Den Bonner Bundesbrüdern werden ausführliche Berichte über beide Veranstaltungen zugehen. * "* Zur Tagung des A u s s ch ü s s e s f=ü r n a t i o n a 1 j ü d i s ch e J ugendarbeit, die am 16. Juni in Berlin stattfand, hatten wir A. H. Kram er delegiert. Im vergangenen Semester hatte sich unter Leitung von Fräulein Sulämith Epstein und Fräulein Nathan eine Vereinigung Von etwa 10 Studentinnen gebildet, die in nationaljüdischem Sinne arbeitete. Mit den zionistischen Familien Bonns treffen wir uns nach wie vor jeden' Dienstag Abend im Cafe Gangolf, wo wir in diesem Semester regelmäßig Diskussionen hatten, die sich im Anschluß an Witkowskys Artikel „Hie Zwirn" entspannen, den A. H. Emil Cohn mit Erlaubnis des Präsidiums aus dem J.St. vorgelesen hatte. Unsere Bibliothek ist jetzt wieder den Bundesbrüder zugänglich, dia uns Herr Schatz einen Schrank dafür zur Verfügung gestellt hat. Einen schmerzlichen Verlust erlitten wir durch den Tod unseres Fuxen Josef Levy, der am 21. März d. J. im Westen fiel'. AM. Mendel bestand das Assessor- und 'Doktorexamen; A. H. Bl'ankenfeld das "Assessorenexamen; Gottstein promovierte zum Doktor juris und wurde A. H. der V. J. St., Bonn. A. H. Julius Simon wurde verwundet, er befindet sich jetzt zur Erholung in seiner Heimat. Auf Urlaub aus dem Felde besuchten 'uns A. H. Tiefenthai, Siegfried Marcus, Oskar E s cJh el ba ch e r, Alfred Meyer tmd Hugo Heimann, mit denen wir z. T. öfters zusammen sein konnten. Da im nächsten Semester wieder mehrere Bundesbrüder als Soldaten hier sein werden, hoffen wir den Stammtischbetrieb aufrecht erhalten zu können. Fritz Gottstein, HeidelBerg. Wir begannen das Semester mit einer Corona, bestehend aus 3 aktiven Burschen, 3 Füxen zweiten und 3 Füxen ersten