Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 1-2 (Juni 1918)
- Date
- 1918-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Hoffenderski, K. J. V. und Kriegsteilnehmer Versendung auch dieses Heftes an alle Adressen von vornherein nicht gewährleistet werden. Da das erste Heft so gut wie vergriffen ist, wäre es wünschenswert, wenn diejenigen Bundesbrüder, die die Zeitschrift nicht aufzubewahren gedenken, ihr Exemplar an das Präsidium zurücksenden. Auch bei den künftigen Heften würde dies Verfahren für uns eine Ersparnis bedeuten. Die Redaktion K.J.V. und Kriegsteilnehmer i. Von Max Hollenderski (V. J.St. Maccabaea-Königsberg a. B.), Königsberg Der Kern der im K. J. V. jetzt lebhaft erörterten Kriegsteilnehmerfrage ist unbestreitbar der: Welcher Weg ist der geeignetste, unsern Bundesbrüdern im Felde das Maximum an K. J. V.ertum zu vermitteln, das nach Aufhören des persönlichen, räumlichen Zusammenhangs mit aem Leben des K. J. V., also schriftlich, überhaupt vermittelt werden kann? Weniger schwierig erscheint die Angelegenheit bei denjenigen Bundesbrüdern, denen, wir mir zu erhalten brauchen, was sie schon besitzen; brennend wird sie bei denen, die ihre Verbindung als Füxe verließen oder gar erst im Felde K. J. V.er wurden. In beiden Fällen hat sich bisher folgendes gezeigt: Was die Verbindung als solche oder das Kartell als solches für den Zusammenhang zwischen Feld und Heimat getan hat, war unzulänglich; weil unpersönlich. Auch hier liegt die Sache bei den Aelteren günstiger; weil sie, konkret ausgedrückt, die in der Rubrik „Personalia" erwähnten Leute kennen. Da aber den Jüngeren diese Kenntnis oft fehlt, gewinnt jener wertvollste Teil der Rundschreiben für sie kein Leben. Ebensowenig erfüllen gedruckte Fuxenbriefe den Zweck, V. J. St.-Milieu zu übermitteln. Die einzige Mögh'chkeit hierfür sehe ich darin, daß der einzelne Bundesbruder die Aulgabe der Verbindung übernimmt. Ich schlage daher vor, daß der Konvent geeignete Bundesbrüder beauftragt, mit einem! oder zwei jungen, im Felde stehenden Bundesbrüdern in Briefwechsel zu treten, der Leibverhältnis und Fuxenunterricht nach Möglichkeit ersetzen soll. Der Beauftragte braucht seinen Partner gar nicht zu kennen; er wird trotzdem mehr Nutzen stiften, als es die Verbindung je könnte. Einer sinngemäßen Ausdehnung dieser Maßregel auf ältere K. J. V.er steht nichts im Wege. Dies über unsere Aufgabe während des Krieges. Eine andere Frage, die aber mit der eben behandelten ein Ganzes bildet und eine Lebensfrage für uns darstellt, ist meines Wissens noch nirgends eingehend diskutiert worden: Wie entsteht nach dem Kriege wieder ein normales K. J. V.? Der äußere Betrieb der einzelnen Korporationen wird zwar bald funktionieren. Die Füxe kommen, ja; und die aktiven Burschen und Inaktiven, die den Verbindungsbetrieb während des