Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 10-12 (März 1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student im Protokolle 31. Sitzung: 2. Januar 1918. Anwesend: Rosenberg, Low en stein, Mpses, Pinne r, Smoira, Schwarz (auf Urlaub). Die Debatte über das Wahlrecht wird fortgesetzt. Smoira übernimmt «ein zusammenfassendes Referat für die nächste Sitzung. 32. Sitzung: 14. Januar 1918. Anwesend: Rosenberg, Erich Cohn, SaUi Hirsch, (auf Urlaub), G i n s b e r g (auf Urlaub), Krojanker, Walter Moses, Pinn er, Smo i ra, ferner Karl Glaser. 1) Die Protokolle der letzten Sitzungen werden genehmigt. 2) Die Wahlrechtsdebatte wird auf Grund eines Referates von Smoira fortgesetzt. 3) Die Kooptation von Karl Glaser soll den Verbindungen vorgeschlagen werden. 4) Der Breslauer Erstchargierle hat den Breslauer Bundesbrüdern den Beitritt zu einer Vereinigung der jüdichen Vorkliniker verboten, die als Gegengründung gegen einen antisemitschen Zusammenschluß der Vorkliniker geplant wurde. Das Präsidium sieht diese Maßnahme als verfehlt an. Es soll in diesem Sinne nach Breslau geschrieben werden. 5) Gidion beschwert sich über die Straßburger Bundesbrüder, die anläßlich der Zwistigkeit innerhalb des Blau-Weiß in einem öffentlichen Flugblatt ihn scharf angegriffen haben. Es soll zunächst eine Aueßerung der betreffenden Straßburger Bundesbrüder eingefordert werden '33. Sitzung: 29. Januar 1918. Anwesend: Erich Cohn, Sa! Ii Hirsch, Löwenstein, Walter Moses, Walter Pinner. 1) Salli Hirsch macht folgenden Vorschlag in Beziehung auf das Wahlrecht: »Jede Korporation und jeder Bezirksverband wählt zwei DeUgierte Wahlberechtigt sind in der Korporation alle ortsanwesenden alten Herren. Außerdem wählen diejenigen Bundesbrüder, die nicht am Ort einer Korporation oder eines Bezirksverbandes wohnen, durch einfache Juisteiiwähl soviel Delegierte, als 10% von ihnen beträgt.« Dieses Wahlsystem wird einstimmig gutgeheißen. 2) Die Herausgabe eines neuen Feldadressenverzeichnisses wird beschlossen. 3) Die Heidelberger Angelegenheit, bei der auch ein Bundesbruder und. mehrere Zionistinnen beteiligt waren, die wegen radikalsoziallistischer Propaganda teils eingezogen, teils ausgewiesen wordeu sind, gelangt zur Verhandlung. Erich Cohn übernimmt den Standpunkt des Präsidiums in einem Brief an die V. J. St. Heidelberg klarzulegen. Es soll darauf hingewiesen werden, daß die im übrigen freie politische Betätigung der Bundesbruder ihre Grenze in der Rücksichtnahme auf den Zionismus finden muß.