Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 10-12 (März 1918)
- Date
- 1918-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student der solchen (konsequenten Unsirin vor. sich hinträumt Wir haben glaube ich, andere Aufgaben, als uns mit besoffenen Radauantisemiten zu iverprügelh. Das Fechten könnte deshalb docih eifrig betrieben werden wie jeder Sport. Jedenfalls wäre es» gu% grade diese Frage genau-zu diskutieren. Nach außen ttnussen wir uns stets bewußt sein, daß wir Träger der zionistischen Idee sind. JJnser Auftreten muß danach sein. Man soll üns achten. Hierher gehöirt audi das Verhalten dem K.IC, gegenüber. Wir 'müssen versuchen, mit ihm auszukommen. Irgend eine Plattform läßt sich finden. Ich würde üns bemitleiden, wenn wir wirklich das Kartell der Zweitausend würden! Massenbetrieb — eine schreckliche Vorstellung! Wir brauchen nicht hinter; jedem Fuxen herzulaufen. Der Krieg liat uns manchen unersetzlichen Verlust gebracht Aber er 4iat auch bewiesen, was für eine Lebenskraft in unsirem Kartell steckt. Möge sie nach (baldigem Friedensschluß ungeschmälert weiterwirken. Franz Peritz Wenige Stunden vor deinem Tode trafen wir uns. Sprachen von deinem Elternhaus, an dem du in treuer, kindlicher Neigung hingst. Sprachen von unserem Volke, dem durch das Leid der gegenwärtigen das Glück der künftigen Tage zu leuchten anhebt, das heute seine erzwungenen Opfer darbringt in Erwartung der kommenden Freiheit. Mit wenigen Worten erzähltest du von den Kränkungen, die du tagaus, tagein zu erdulden hattest, von den Zurücksetzungen, die dein jugendlicher, nach Gerechtigkeit und Ehre sich sehnender Sinn bis zur Unerträglichkeit zu dulden hatte. Dein zerschlissener Rock, deine blasse Wange, dein Auge sprachen noch mehr als dein Mund: das Leid des jungen, stolzen Juden, der sich für eine Sache opfern muß, die nicht die seine ist, und eine andere, eigene Sache kennt, der er sich nicht darbringen darf. ' Nun Jbist du als Buße für Unterlassungssünden unserer. Väter dahingegangen. Uns aber soll dein Gedenken eine neue Mahnung sein, unser Leben dafür einzusetzen, daß unsere Kinder g^nz unserem eigenen Volke leben und, wenn es sein muß, auch sterben dürfen. Siegfried Rosenbaum Semitischer Geist Von John L o e w e n t h a 1 (V. J. St. Hasmonala a. H.) Liebe Bundesbrüder, es ist notwendig, der in den Witko wsky'sfchen Artikeln zutagetretenden Geschichtsauffassung zu widersprechen.