Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 61)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3537599-3537721-3537728--4178-3541923
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Der Jüdische Student 6t \ seines Ortes Mitglied wird, und jederzeit in öffentlichen Versammlungeri. usw., wenn er nicht selber praktisch aktiv zu sein geartet ist, seine» Namen leiht. Gerade da ist durch Passivität, sogar durch passive Resistenz schwer gesündigt worden. Midi hat in dem Artikel von Fischer besonders gefreut, daß es die Aufgabe der Bezirks verbände sein wird,., einen gesellschaftlichen Zusammenhang der Alten Herren herbeizuführen. Das ist eine Aufgabe, die jeder erfüllen kann. Klee hat mir eben gesagt; daß es sehr traurig sei, daßin Berlin die meisten Frauen der Alten Herren sich nicht einmal kennen. Ich schlage deshalb die Gründung von Alten Damen-Verbänden vor, von Verbänden die unsere Frauen gesellschaftliche zusammenbringen. Eine weitere Aufgabe, die jeder Alte Herr ausführen kann, ist, daß er versucht, sein Haus jüdisch zu gestalten, eigentlich eine selbstverständliche Forderung. Es geschieht aber leider noch sehr wenig. Selbst das Verständnis ist bei vielen hierfür leider sehr gering. An praktischen Vorschlägen betone ich 1. die Schaffung eines Kartellsekretärs, er wird viel umherreisen müssen, um zu kontrollieren und um anzukurbeln. 2. Schlage ich eine Aenderung des Statuts vor, daß über den Ausschiuß von Alten Herren nirgends mehr die Konvente, sondern eine Art Ehrenrat zu entscheiden haben, der sich aus Semestern zusammensetzt, die dem Alter des betreffenden Bundesbruders ungefähr entsprechen. Das gleiche gilt für das Wiederaufnahmeverfahren, das die Bezirksverbände als ihre besondere Aufgabe betrachten müssen. 3. Damit nicht auf dem nächsten Kartelltag die Debatte über diese Alt- Herren-Frage wieder ab ovo anfängt, spreche ich den Wunsch aus, daß das Präsidiuni uns zum nächsten Kartelltag bereits) ein Statut darüber vorlegen soll, das dann sofort einer Kommission zur Prüfung vorgelegt werden kann; denn diese technischen Fragen der Organisierung können vom Gesamtkartelltag nicht erledigt werden. Siegfried Moses: Ich möchte zunächst Stellung zu dem Vorschlag: des erweiterten Präsidiums nehmen. Ich halte diesen Vorschlag für gut und bin auch der Meinung, daß dieser K. J. V.-Tag an sich in der Lage ist* eine solche Maßnahme zu beschließen. Ich bin aber nicht dafür, diesen Beschluß heute zu fassen, weil eine zwingende Notwendigkeit, das erweiterte Präsidium sofort, vor dem ordentlichen K. T., zu schaffen, meines Erachtens nicht besteht. Mir scheint, daß die Rede von Pelz in einem ziemlich wichtigen Punkte die Kernfrage verwischt hat. Wir sind alle der Ansicht, daß für d|er Betätigung der Alten Herren besondere organisatorische Formen notwendig sind; diese Formen haben immer bestanden, es ist also nur notwendig, sie mit dem richtigen Geist zu erfüllen. 13er wesentliche Kern des Vor%, Schlages von Lelewer ist doch eine zusammenfassende Alt- HeiTen-Organisation für das Kartell, und diesem Gedanken kann man nicht entschieden genug widersprechen. Nicht der Gegensatzzwischen Alten Herren und Aktiven ist es* der uns Schwierigkeiten bereitet. Es: Ist hier-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.