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Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 57)
Language
German
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Der Jüdische Student 57 die Zusammenfassung aller Alten Herren zu Bezirks verbänden notwendig, die das Recht haben, zusammenzutreten und gemeinsam zu beschließen! Ich glaube allerdings, daß wir darin zu einer geschlossenen Alt-Herren- Organisation mit eigenem Recht und eigenem Leben kommen werden und schließe mich insofern sogar dem Gedanken Lelewers an, aber ich betrachte seine Forderungen als Zukunftsmusik, an die man jetzt noch nicht denken kann. Festzustellen ist das eine, was die Diskussion ergeben hat, daß die Alt-Herren-Organisation nicht zur Verstärkung der Korporationsarbeft geschaffen werden soll, sondern daß sie die Kerntruppe des deutsche** Zionismus schaffen soll, und daß die Alten Herren bereit sind, mitzumachen, wenn man an sie solche Forderungen stellen wird. Moritz Bileski: Die Anschauungen von Lelewer sind bereits von Öscar Nathan widerlegt worden. Ich glaube, daß die organisatorischen Forderungen nicht genügend deutlich zum Ausdruck gebracht worden sind. f>as Problem der Alt-Herrenfrage ist folgendes: Es kommt darauf an, das, was der Aktive in der Korporation hat, auch dem Alten Herren möglich zu machen. Der Alte Herr kann durch die äußeren Umstände, unter denen er lebt, nicht in derselben Weise sein Leben mit jüdischer Arbeit erfüllen, wie der Aktive und das muß ihm möglich gemacht werden. Zur Losung •diesem Problems werden die Bezirksverbände sehr Wertvolles leisten können. Ich giaube, daß wir die Pflicht haben, diese dringende Frage in der Weise zu fördern, daß wir die Ausgestaltung der Bezirksverbände als wesentliche Angelegenheit betrachten, und bin der Ansicht, daß es nötig ist, eine durchgreifende und selbständige Alt-Herren-Organisation zu schaffen. Es wird eine derartige Fülle von Arbeitsmaterial vorhanden sein, daß genügend Aufgaben für eine selbständige Organisation sich ergeben werden. Wir müssen einen organisatorischen Aufbau schaffen, der in einem- Alt- Herren tage zu enden hat. Andererseits muß mit aller Deutlichkeit betont werden, daß die organisatorische Durchführung der Alt-Herrenfrage nicht dahin gedeutet werden darf, daß der Alte Herr aus dem Kartell ausscheidet, es muß vermieden werden, daß der Alte Herr dem Kartell gegenübergestellt wird, wir müssen darauf dringen, daß er Im Kartell bleibt. Ich denke mir das Verhältnis so, weil der Alte Herr den Zusammenhang mit den folgenden Generationen braucht, es ist unmöglich, daß er sich nur ansieht, was da heranwächst, sondern er muß ständig den Zusammenhang und die Fühlung haben. Die großen, grundlegenden Fragen sind Aufgaben des ganzen Kartells, ihre Lösung gehört auf den Kartelltag, und die Teilnahme an diesen Fragen haben die Alten Herren auf dem Kartelltag auszuüben. Ich glaube, daß der Zusammenhang der Alten Herren mit der Korporation, die für diese Beteiligung am Kartell das Mittel ist, oadurch zum Ausdruck gebracht wird, daß die Alten Herren-Bunde, die korporativen Organisationen der Alten ~ Herren, in den Vordergrund gestellt werden müssen. Ich schlage vor, daß die Organisation der Alt- Herrenfrage in der Weise vorgenommen wird, daß die Bezirksverbände ausgebaut wefden, daß aber die Alt-Herren-Bünde als Organisation der Alteft

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