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Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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Der Jüdische Student 41 begrüßen den neuen zionistischen Geist, wir wissen, daß wir an ihm teilnehmen müssen. Wir sind für die Korporation, weil wir glauben, daß sie nach wie vor das beste Mittel ist, um auch diesen neuen Geist zum Ausdruck zu. bringen. Walter Moses: Ich, bedauere diese „Auseinandersetzung" mit dem Blau-Weiß, weil hier nicht der Blau-Weiß zur Diskussion stehen sollte und all diese Fragen bereits weit mehr Probleme des K. J. V. selbst geworden sind. Aeußerlich bestehen zwischen K. J. V. und Blau-Weiß keine Gegensätze oder Spannungen. Die Blau-Weißen werden fast ausnahmslos K.J.V.er und die im Blau-Weiß arbeitenden K. J. V.er haben dem K. J V, gegenüber ihre Pflichten stets erfüllt. Ich glaube, daß wir als K. J. V.er uns über den Sinn unserer Arbeit Klarheit verschaffen müßten und unsere Stellung zu dem Blau-Weiß als solchen darf für die Bewertung nicht entscheidend sein. Bestimmte praktische Vorschläge, wie ich sie mir denke, will ich Euch noch nicht machen, da ihre Ausführung jetzt undenkbar ist. Pelz: Es wird der Antrag auf Schluß der Debatte gestellt. Franz Meyer: Es ist kaum mehr möglich, dem Redner die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Einige Bundesbrüder haben bereits den Saal verlassen. Blumenfeld: Wie können Bundesbrüder fortlaufen, ohne Dispens zu haben? Pelz: Die Debatte für morgen ist durchaus nicht sicher. Ich bitte um Abstimmung. (Es wird für weitere Debatte gestimmt ) Das Wort hat Lichtheim. Lichtheim: Ich hatte nicht die Absicht, gegen die Abwanderung nach Palästina zu sprechen. Ich mulß! jn^ich auch dagegen .wenden, daß die Stimmung gefährdet werden könnte, wenn solche Reden gehalten werden. Ich habe nur Moses gegenüber festgestellt, daß es Leute gibt, die infolge ihrer Natur geeignet sind, nach Palästina zu gehen, und daß dasi weniger mit dem Charakter als der Erziehung zusammenhängt. Dann wandte ich mich speziell gegen die Form der Uebersiedlungsidee. Blumenfeld hat mir gesagt, es sei nichts Neues, aber überall kam doch zum Ausdruck, daß wir das Leben des Schützengrabens weiterführen sollten. Ich habe demgegenüber klarmachen wollen, worin unser Palästina-Programm bestehen muß. Gerade;der jüngere Bundesbruder Meyer hat gesagt, daß er Forderungen ablehnt, wenn man nicht die Wirklichkeit darstellt. ,Was Moses über die ethische Erziehung sagt, darüber sind wir uns wohl alle klar. Wenn der Blau-Weiß jetzt als eine neue Generation an uns herantritt, so kann uns Aelteren das nur willkommen sein. — Jedenfalls habe ich mich nur gegen die verzerrte Auffassung des Palästinagedankens gewandt und nicht gegen die Idee selbst. Leo Kaufmann: Der Zionismus'steht für uns so im Mittelpunkt,unseres Wesens, daß wir alle anderen Fragen unseres Lebens nur von diesem Mittelpunkt aus betrachten, alle Dinge nur mit diesem Maßstab

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