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Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 33)
Language
German
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Der Jüdische Student 33 dingungen. Trügerisch ist die . Hoffnung, daß die t nächste Generation erheblich geringere Hemmungen und Mühen zu überwinden, haben, wird» NoTwerTdig" ist es; jedem, der gehen will, alle Hindernisse zu zeigen. Wir erwarten aber, daß unsere Zionisten dennoch den Weg wagen. Lichtheims Rede klang, als wenn der Zionismus nur eine kolonisatorische Angelegenheit wäre, als ob est außer dem Geld keine wirksame Macht in ihm gäbe. Das stärkste Aktiyum für unsere Bundesbrüder, das ihnen die Freude imTErtragen von Entbehrungen gibt, ist itie.^menschliche Erzkhung, die sie in unseren Kreisen durch die zionistische Idee erhaTFen*. Diese Erziehung ist ohne die Sehnsucht nach dem jüdischen Leben in Palästina undenkbar. Unsere Vorstellungen von Freiheit und Judentum werden erst durch Palästina zu Wirklichkeiten. Ist für Westler »die Uebersiedelung unmöglich oder ausschließlich vom Besitz größerer Geldmittel abhängig, dann können wir das Palästinaideal nicht aufrecht erhalten Und brechen hier zusammen. Unsv** Zionismus. verbietet uns, eine leere Hoffnung herumzutrager., und mit dem Gefühl, daß praktisch eine Aenderung unserer Lebensverhältnisse doch unmöglich ist, unser Leben auf die Dauer hier weiter zu führen. Durch ernstes. Bemühen, unserem Leben hier einen jüdischen Wert zu geben, den formalen, nationalen Gedanken mit jüdischem Inhalt y.\i erfüllen, werden wir schneller! und leichter den Weg nach Palästina finden. Die Einzelvorschläge des vorigen K. J. V.-Tages waren Behelfe» die allein mir zunächst brauchbar erschienen sind. . Weder sind diese Vorschläge neu, noch ist auch die allgemeine Forderung, daß wir lernen müssen, der meine Vorschläge entstammen, etwas (Neues. Neu ist hingegen die Vorstellung, daß der Zionismus in- und außerhalb^Palasto ist, und daß wir hier versuchen müssen, so zionistisch zu „leben, wie wir es in Palästina, mit besonderem Erfolge, werden versuchen müssen. Die Forderung ~der Uebersiedelung und der zionistischen Erziehung in unseren Verbindungen ist die gleiche. In unseren Verbindungen jüdische Adelsmenscnen zu et ziehen, die beste Bürger Palästinas werden, war immer die Aufgabe unserer Verbinduag&iu Diesem Ziele diente unsere" Korporative""Form, die" in"'ständiger Wandlung begriffen war. Der B. J. C. wenigstens hatsich in den letzten zehn Jahren innerlich und äußerlich gründlich geändert. In jahrelangen Tendenzkämpfen, in denen wir uns bemüht haben, unseren persönlichen Zionismus herauszuarbeiten, ist auch die Form unseres Gemeinschaftslebens eine andere geworden. Erst allmählich fühlten wir uns im Kartell wirklich heimisch und fanden für unsere Geselligkeit den passenden Ton. Daß wir das Problem der .jüdischen 'Geselligkeit für die jetzigen aktiven Geschlechter, für die kommende Generation und für uns selbst nicht gelöst haben, wird niemandem zweifelhaft sein. Für die Geselligkeit in geschlossenen Räumen fehlt uns die unserem Gefühl wirklich entsprechende Form. Die organisierte Kneipe hat sich zweifellos* überlebt, obwohl wir nicht wissen, was wir an ihre Stelle setzen sollen.

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