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Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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Der Jüdische Student 23 so gedacht, aber das Ergebnis ist in den seltensten Fällen so gewesen. Unsere Verbände sind zu groß dazu. Im Blau-Weiß ist der Erzieher der Führer, er ist der Mann, der den Zug leitet. Der Erstchargierte ist etwa.» anderes, er, der Mittelpunkt, ist der technische Beamte, der die; technischen Dinge zu leiten Tiat. Der Fuxmajor müßte die leitende Stellung haben. Wird int K. J. V. Erziehungsarbeit geleistet? Unzweifelhaft nicht genügend. Die Verbindung als solche treibt viel mehr wissenschaftliche Dinge und überliefert mehr Kenntnisse, als da& sie erzieht Hier muß deshalb die Reform einsetzen, eine Reform, die die Möglichkeit engerer Gemeinschaft gibt, um in viel engeren Gemeinschaften als unseren Verbindungen zur wirklich menschlichen und jüdischen Erziehung zu gelangen. Alle anderen Fragen sind gleichgültig. Nicht in der äußeren Reform, sondern an der inneren mußim K. J. V. gearbeitet werden. Von diesem Standpunkt aus wende ich mich gegen die Ideen von Salti Hirsch. Er geht von dem Standpunkt aus, daßunsere Korporation niemals zum Erziehungsinstitut werden kann. Wir sind ihm eine Uebergaugsorganisation, die keine Aufgaben hat. Was Salli Hirsch macht, ist nicht nur Zerreißung der Tradition, sondern vor allen Dingen des K. J. V. als solchen. Wir werden uns um diese Probleme kümmern müssen. Die Reform der Turnerschaft, die ich auch für hotwendig halte, wird niemals veranlassen, daß Wir das K. J. V. als solches vernichten. Bezüglich der Palästinafrage hat es keinen Zweck, abzuwarten, ob wir dafür bessere oder schlechtere Möglichkeiten nach dem Kriege haben. Palästina ist das persönliche Lebensziel des einzelnen; es spielt keine Rölle, ob man die Erreichung dieses Zielest mit (etwas mehr oder weniger Optimismus betrachtet. Die Schaffung eines Palästina-Ressorts ist notwendig Dazu gehört auch die Schaffung eines Archivs, in dem alle die Westjuden, die nach Palästina gegangen sind, ihre Erfahrungen niederlegen. Fragen wir doch einmal die Bundesbrüder, die nach Palästina gegangen waren, was ihnen gefehlt hat nach ihrer Ansicht, und ob sie selbst Vorschläge haben. Ich bin nicht der Meinung, .daß* dieses Archiv eine Lösung ist, aber es wird zweifellos einen Fingerzeig geben, und wir werden bemerken, daß doch Fehler in diesem oder jenem Punkte begangen worden sind. Das zweite ist der Gedanke der K. J«. V.-Achusia. Ich glaube, einer ganzen Anzahl von Bundesbrüdern schwebt diese Frage vor, und sie muß solange erörtert werden, bis wir zu einer Lösung gekommen sind. Selbstverständlich ist es Pflicht der K. Ji V.-Gemeinschaft, dem. einzelnem K. J. V.er bei seiner Uebersiedlung jede Unterstützung zu gewähren. Es gehören dazu große Kartellmittel, aber wir sind ja über tausend Menschen* die schon etwas aufbringen können. Es ist dies eine ungeheuer große Aufgabe, die wir haben. Ich glaube, Fischer hat sich damit beschäftigt und arbeitet noch daran. Ich möchte darum bitten, dies weiter zu tun, es muß zu einer Lösung führen. Hier ist eine Arbeitsmög-lichkeit geschaffen, auf deren Basis wir uns einigen werden.

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