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Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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8 Der Jüdische Student Pelz zurück. Wer ist nun für und wer gegen den ersten Antrag? Ist jemand dagegen? Es ist nicht der Fall, er gilt also als angenommen. Löwenstein macht auf das Album der gefallenen ..Bundesbrüder und auf, die Spendenlisten aufmerksam. Beiz: Ich habe noch eine Bitte. Damit die Diskussion wertvoll wird, föchte ich an die älteren /Bundesbrüder die;;Bitte richten, sich mit ihrer Wortmeldung zunächst zurückzuhalten. Ich glaube, die Frage, die das Entscheidende ausmacht, ist die Frage des Zusammentreffens einer jüngeren und einer älteren Richtung. Die vorige Tagung ist dadurch erfolglos geworden, daß; die jüngere Richtung kaum! zu Worte kam. Es soll dies keine .AusSchaltung der Aelteren sein, ich halte es aber für zweckmäßiger, wenn idieAelteren den Jüngeren zunächst den Vortritt lassen. Selbst verständlich verpflichtet.das die Jüngeren, daß sie nicht schweigend dasitzen in Scham, Schüchternheit oder Scheu, sondern daß sie sich auch zum Worte melden. Ich meine damit auch die jüngeren Alten Herren. utKösjenberg:* Ich eröffne nunmehr die. Generaldiskussion. Um Zeit zu gewinnen, sind die' Referate gedruckt worden, und um diese m diskutieren, hatten die einzelnen Verbindungen Sprecher zu wählen. Ich frage zunächst an, ob ein Sprecher das Wort wünscht. Es liegt bis jetzt keine .Wortmeldung vor. Ich lasse eine Pause von zwei Minuten eintreten: Löwenstein wird inzwischen, die Wortmeldungen entgegennehmen (Pause von zwei Minuten.) Ich glaube, daß diese Gebiete doch genug Stoff geben, um sich hier auszusprechen, und der Kartelltag soll ja dazu dienen, uns über alles auszusprechen. Wir. beginnen mit der Diskussion der Blau-Weiß-Frage. i Karl t Glaspr: .Bevor ich auf die . Blau-Weiß-Frage eingehe, will ich dem K. J. V.-Tag einen, kurzen 'Ueberblick über die Lage des Wände r- ,bundes geben, wie sie .sich während des Krieges herausgebildet hat. >Wn\ Bläu-Weißen. traten in den,Kriegein, mit der Befürchtung, daß all unsere bisherige Arbeit umsonst gewesen sei, daß der junge Bund denartige Erschütterungen nicht würde überstehen können. Es zeigte sich jedoch, daß unsere ■ »Befürchtungen grundlos waren; der Blau-Weiß :ha,tte nicht, nur die Kraft weiter-zu existieren, sondern vermochte sogar einen bedeutenden Aufschwung zu nehmen, eine Entwicklung, die noch heute anhält. Ueberal! entstanden tind entstehen neue E}ünde und wenn auch die dauernden Einziehungen unserer Führer und älteren Wanderer hier und da einen gewissen Rückgang zur Folge haben sollten, so werden wir doch nach dem Kriege unbedingt in der Lage sein, unsere Arbeit in gesteigertem Maße wieder aufzunehmen. / Es ist infolgedessen berechtigt, hier über die ,BIau-Weiß-Fragea zu diskutieren, denn, allein schon die zahlenmäßige Bedeutung des Blau-Weißi macht ihn zu einem "Faktor von größter. Bedeutung für das K. J. V. Die Propaganda 4fs „Kartells wird sich vielfach nicht mehr an eine Jugend richten müssen, der sie* Neues .zu bieten hat, die Keilfüxe werden von den Fragen, die-uns i>eschMtigen,.aticht mehr unberührt sein; es muß gesagt werden, daß vielen von ihnen die Angelegenheiten, die uns bekümjmern, schon -heute eigenste

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