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Der jüdische Student · 1917-09-01 · Heft 5 (September 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 5 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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Der jüdische Student 27 klärt hatten, beantragte er formell auf einer Sitzung des Verbandsvorstandes, daß diese entsprechende Einladungen ergehen ließe. Sein Antrag wurde angenommen, und es ergingen zunächst an den Ausc hu ß f ü r n a ti o n a 1 jiü,d i s ch e Jugendarbeit Berlin (der izwar eigentlich nur die Berliner Vereine und die großen Verbände umfaßt, nach außen hin aber als Gesamt-Ausschuß fungiert) an das K. J. V., den Blau-Weiß), den Herzl-Bund, die Turnerschaft und den Verband Zionistischer Jugendvereine Einladungen, die in der Hauptsache lautet: „Der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands will den Versuch madhen, eine regelmäßige Aussprache zwischen den Leitungen der großen jüdischen Jugendorganisatiolnen Deutschlands herbeizuführen." Ueber den Verlauf dieser Tagung ist im vorigen J. St. berichtet worden. Hier kann nur ergänzend betont werden, daßi zwischen Herrn Dt. A 0 f e 1 und Fräulein Dr. ■ ' .» Berliner, welch letztere den alten objektiven und indifferenten Standpunkt der Jugendvereine vertrat, ein starker Gegensatz klaffte, daßi Herr Apfel bei aller Vorsicht im Ausdruck doch inhaltlich starke Annäherung an national-jüdische Gedankengänge zeigt und daß er selbst am Prinzip der Neutralität irre geworden ist. Unser Verhältnis zum K. C. beginnt Spuren derselben Entwicklung zu zeigen. Die Frankfurter Alten Herren des K. C. (Dr. Mainzer und Kurt Alexander) sind an unsere Frankfurter Bundesbrüder herangetreten, und in gleicher Weise Herr Rechtsanwalt Dr. Boehm vom geschäftsführenden Ausschuß, des! K. C. (übrigens gleichzeitig der Generalsekretär des Zentralvereins), der das geheime denunziator ische Zirkular gegen den Blau-Weiß vor ungefähr einem jähr versandt hatte) an einen Berliner Bundesbruder mit der Aufforderung, das Verhältnis beider Kartelle einer Revision zu unterziehen. Wie Euch bekannt ist, waren die Beziehungen zwischen K. .Z V,.und K. C. korrekt-studentische, die zwischen B. J. C. und K. C, dagegen auch in studentischer Beziehung äußerst schlechte. In Freiburg, München und Königsberg bestanden Verrüfe zwischen den betreffenden V.J. Sien und der betreffenden K. C.-Verbindimg, heftige Zusammenstöße waren an der Tagesordnung. Und verbitterte vor allem die rätselhafte Tatsache, daß der K. C. die interne Zeitung immer wieder zu lesen bekam und auszunutzen suchte* das Verhältnis außerordentlich. Die Vorschläge des K. C. gehen in folgender Richtung: "1. Regelung des studentischen Verhältnisses beider Kartelle. Dies dürfte zu bedeuten haben, daß bestehende Verrüfe aufgehoben werden, ist .aber darüber hinaus seitens des Unterhändlers des K. C. im Sinne «üies obligatorischen Schiedsgerichts und Mensurverbotes gemeint, .ähnlich wie es zwischen K. Z. V. und B. J. C. geplant war.* 1\ Gemeinsames Auttreten in der Studentenschaft. Hieimit ist gemeint: gemeinsaime Vertretung in Studentenausschüssen und gemeinsames Auftreten in. jüdisch-studentischen Fragen, z. B, Bekämpfung des

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