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Der jüdische Student · 1917-09-01 · Heft 5 (September 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 5 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Der Jüdische Student 15 stungen nicht geringere Täten sind als materielle. Die Fortschritte der zionistischen Arbeit in Palästina und im Galuth sind nur m;ög- -lichv wenn sie Hand in Hand gehen mit der fortgesetzten Beschäftigung mit den Gedanken und Ideen, auf denen sich die politische Bewegung erst aufbaut. Iii diesem Sinne halten wir die Diskussion die in den letzten J. St.en. eingesetzt hat, für nutzbringend und erforderlich und. hoffen, daß. sie zur Klärung der Gegensätze und zur Zusammenarbeit der streitenden Gruppen führen werde. Dieser Kampf wird gut und fruchtbar sein, wenn er vom1 Gedanken unbestechlicher Ehrlichkeit gegen sich selbst und gegen den anderen getragen ist, der die Voraussetzung wahrer Bundesbrüderlichkeit ist Rosenb erg Löw enstein Die Frage der Alt-Herren-Organisation Man hat im K. J. V. in jüngster Zeit begonnen, sich wieder Friedens problemen zuzuwenden. Unter anderem beginnt man wieder, sich mit Fragen zu beschäftigen, die die Organisationsformen unseres Kartells zum Gegenstand haben, Fragen, die neben dem großen Kampf um unsere geistigen Inhalte naturgemäß als unwesentlich empfunden wurden und daher lange Zeit im Hintergrunde geblieben waren. Aber allmählich sehen wir ein, daß> es an der Zeit ist, unser Interesse auf die Unsumme von Fragen praktischer Kleinarbeit zu lenken, die nach dem Kriege auf uns einstürmen wird. Da erkennen wir, daß* wir die äußere Gestalt unseres Karteiis, das; auf dem Fusionskartelltag in flüchtigen Umrissen geschaffen war und in den Jahren des Krieges seine Formen nicht weiter entwickeln konnte, von Grund aus neu aufbauen müssen. Und wir erkennen weiter, daß wir auch bei unseren Organisationsformen nicht ein-: fach wieder dort anknüpfen können, wo wir vor dem Kriege aufgehört hatten, sondern uns ein neues Gewand zurecht machen müssen, das den veränderten Verhältnissen und Anforderungen entspricht Es wird jetzt viel über die Altherren-Organisation gesprochen« deren Schaffung nach Walter Pinners Meinung*) für die weitere Entwicklung und Leistung des Karteiis eine entscheidende Bedeutung hat. Der Ausgangspunkt für alle Betrachtungen, die auf eine Zusammenfassung der Alten Herren gerichtet sind, ist die Unzufriedenheit mit den Leistungen der Alten Herren. Dem in Tendenzreden oft gehörten Satz, daß» der. Alte Herr das; ZieLunserer Erziehungsarbeit ist,.entspricht der Wirklichkeit keines^ wegs. Vielmehr gilt die Untätigkeit eines großen Teils der Alten *) „Organisationsfragen", J. St. vorn März 1917.

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