Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Der Jüdische Student tönten schon in unserem frühere*! Bericht, daß. die Forderung des zionistischen Programms ebenso wie die Frage des Bandes und die Frage nach der Stellung des Präsidiums keine Probleme sind, die die Fusion als solche berühren, sondern daßdiese Fragen nur auf dem Boden der von allen Seiten als unantastbar betrachteten Fusion durchgeführt werden müssen. Um so erfreulicher ist es, daß diese Gegenstände in der abgelaufenen Zeit nicht erörtert wurden. Die Erkenntnis der großen Aufgaben nach dem Kriege ließ offenbar die Wieder aufnähme des Fusionsproblems in den Hintergrund treten. Wohl abei folgt aus der Fusion für uns die Pflicht, diejenigen, die aus den alten Kartellen ausgeschieden sind, weil sie die Fusion nicht mitmachen, zu können glaubten, zum Wiedereintritt zu bewegen, wenn sie inzwischen zu der Erkenntnis gelangt sind, daß die Befürchtungen, die damals ihren Austritt veranlaßten, unbegründet gewesen sind. Das Präsidium hat verschiedene aus dem K. Z. V. hervorgegangene Bundesbrüder aufgefordert, sich mit den ausgetretenen diesbezüglich in Verbindung zu setzen. Diese Bemühungen sind noch nicht abgeschlossen.. Ueber die geistigen Strömungen und Gedanken, die das K. J, V. bewegen, berichtet Euch ein besonderes Referat. Die Palästinadebatte ist abgeschlossen und von einer theoretischen Klärung abgesehen war ihr wichtigstes Resultat die Forderung, die P a 1 ä s t i n a a r b e i t d e s K. J. V. zu beginnen. Der Vorschlag von Bbr. Leonhard Peritz, ein besonderes Palästinaressort im Präsidium zu schaffen, ist vorn Präsidium geprüft und im Prinzip angenommen worden. Wir hoffen dem Friedenskartelltag detaillierte Vorschläge in dieser Beziehung vorlegen zu können, die vielleicht für alle Bundesbrüder, die ernsthaft nach Palästina streben, von praktischem Nutzen sein werden. Möglicherweise läßt sich das System der Achusa in e]ne Form1 bringen, ,die für uns K. J. V.er geeignet ist, indem sie denjemigen jungen Buindesbrüdern und Blau- Weißen, die als Bauern narfi Palästina gehen wollen, diese Möglichkeit gibt, anderen wieder die Aussicht eröffnet, nach dem Achusa- Prinzip jährlich eine bestimmte Summe in Palästina anzulegen, um nach Ablauf einiger Jahre eine fertige Pflanzung im Lande zu besitzen und um endlich auch Lehrern und Aerzten, vielleicht auch Kaufleuten und anderen Berufen, hier ein Tätigkeitsfeld zu eröffnen. Der große Aufschwung, den die Palästinakolonisation, wie wir bestimmt hoffen, mach dem Kriege nehmen wird, madht es auch uns K. J. V.ern zur Pflicht, zur Tat zu schreiten und auch uns selbst Palästina zu erobern. Daneben wird freilich die Klärung unserer geistigen Grundlagen immer und immer erforderlich bleiben. Die Gegenüberstellung von Tat und Theorie ist völlig unrichtig;und verkennt, daß* ein Gedanke wie der Zionismus von jeder Generation in immer neuen geistigen Kämpfen erworben werden muß und daß geistige Lei-