Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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daarv System einer I^eldbibliothek geschaffen, die große Anerkennung fand und dorn Berlin mit demselben Erfolg nachgeahmt wurde. Alle Verbindungen melden die intensive Mitarbeit der Bundesbrüder im Blau-Weiß', teilweise auch: in anderen national-jüdischen und zionistischen Organisationen. Diese alle sind während des Krie-* ges in weit höherem Maße ate sonst auf die Mitarbeit der JBundessbrüder angewiesen, worauf die Korporation Rücksicht nehmen muß. Da das allgemeine studentische Leben während des Krieges fast völlig eingeschlafen ist, spieten die Teilnahme unserer Korporationen au-allgemeinen Universitätsfeierlichkeiten und studentischem Veranstaltungen keine Rolle, Ebenso läßt sich kaum von einem' Verhältnis zu anderen Korporationen reden, ausgenommen vielleicht zum K. C, über das wir an' anderer Stelle ausführlich berichteten. Für diejenigen Verbindungen, die wegen des völligen Mangels an Buhdesbrüdern ihren Betrieb ganz eingestellt haben, ernannte das Präsidium K a s s e npf 1 e ge r. In neuerer Zeit haben die bestehenden Verbindungen die Pflegschaft für die geschlossenem Verbindungen übernommen, indem sie ihre Rundschreiben auch den Bundesbrüdern dieser Verbindung .zugehen lassen. Diese Patenschaften wurden vielfach der Kassenpflegschaft verbunden. Neben unseren Verbindungen spielen die Organisationen der Alten Herren, insbesondere die Bezirksverbände während des Kriegs kaum eine Rolle. Zu erwähnen wären nur die BezirksiVerbände Rheinland-Westfalen, Hamburg, Posen und der neugegründete Bezirksverband Berlin. So ist der äußere Stand des K. J. V. im September 1917 Präsidium und Verbindungen bemühen sich gemeinsam die Arbeit unseres Kartells so gut weiterzuführen, wie es die anormalen Verhältnisse gestatten, sie streben danach, den Aufgaben gerecht zu werden, die während des Krieges an! uns herangetreten sind, und sie beginnen, sich mit den Problemen zu befassen, in deren Zeichen die Friedensarbeit stehen wird. In den beiden ersten Berichten, die das Präsidium über seine Tätigkeil während des Krieges veröffentlicht hat (vgl. J. St Januar 1916 und November 1916) spielt die Durchführung der Fusio n eine große Rolle. Es ist das stärkste Plus unserer Kriegsarbeit, Idaft sich in diesem Bericht über die Fusionsfrage eigentlich nichts, sagen läßt. Im Präsidium wie in unseren Korporationen, im J. St. wie in den Feldrundschreiben wie endlich bei den K. J. V.er Zusammenkünfte!!! im Felde fühlen sich B. J. C.er und K Z. V.er als Bundesbrüder eines Kartells und wie mannigfaltig die Gruppierungen heilte sind, wie verschieden die Gesichtspunkte sein mögen, nac!h denen sich Buudesbrüder zusammenfinden, niemals gibt es eine Trennung, bei der B. J/C.er als solche gegen KZ. V.er als solche stehen. Im Zusammenhang damit haben auch die Diskussionen über eine etwaige Revision der F u s ion sb edi ngu n ge n aufgehört. Wir be-