Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Der 'jüdische Student 7 der iKrieg dauert, um so wichtiger wird das Problem, wie wir die Einheit unseres Kartells wahren und den Zerfall in Soldaten und Zivilisten vermeiden können. Diese Aufgabe muß, vom Präsidiutn in Verbindung mit den einzelnen Bundesbrüdern und Verbindungen gelöst werden. Die regelmäßigen Rundschreiben müssen ein Bild des Fortgangs der zionistischen Arbeit und der Kartellarbeit geben (dies ist speziell . die Aufgabe des Präsidiums), sie müssen aber auch über die Arbeit der einzelnen Verbindung und über das- Ergehen einzelner Biundesbrüder berichten, was Sache der Rundschreiben der Einzel-Verbindungen ist. Abgesehen von diesen Dingen sorgt ja der Urlaub, den im allgemeinen jeder Bundesbruder in regelmäßigen Abständen in der Heimat verleben kann, und die Privatkprresp'ondenz dafür, daß* dieser Zusammenhang erhalten bleibt. Zu Pessach hat das Präsidium den Bündesforüdern Bücher ins Feld gesandt. Um niemandem Bücher zu schicken, die er schon kannte oder besaß;, forderten* wir die Bundesbrüder vorher auf, aus einer Reihe aufgezählter Bücher eins zu wählen. Leider hat nur ungefähr ein Viertel der im Felde stehenden Bundesbrüder von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Wir gedenken, diese Sitte fortzuführen und. vielleicht zu Chanukah etwas entsprechendes zu unternehmen. Eine besondere Sorge machte uns der Verkehr mit den 13 in Gefangenschaftbefindlichen Bundesbrüdern. Wir haben diese wiederholt durch die postalisch zulässigen kurzen Briefe informiert und haben gelegentlich auch von ihnen etwas gehört, so zi. B. von Grzebinasch. Neuerdings haben wir durch Bundesbruder Platz die Möglichkeit erhalten, den gefangenen Bundesbrüdern durch Vermittlung einer holländisch-jüdischen Kriegsgefangenenstelle Leben s mittel p a-k e t e zuzusenden und haben durch einen Aufruf im J. St. die Bundesbrüder aufgefordert, uns durch Spenden die Möglichkeit zu geben, möglichst oft die gefangenen Bundesbrüder zu bedenken. Es ist selbstverständlich, daß der Kontakt mit unseren Soldaten nicht nur im Wege allgemeiner Zirkulare vor sich geht, sondern daß auf Grundlage dieser allgemeinen Feldpostbriefe eine große Korrespondenz mit einzelnen sieh anschließt. Viele Bundesbrüder äußern sich kritisch und Stellung nehmend zu den im' Rundschreiben erörterten Fragen, stellen Anfragen über bestimmte zionistische Fragen usw. Wir stehen auf diese Weise mit einer nicht ganz kleinen Anzahl von Bundesbrüdern in regem Gedankenaustausch. Neben dieser Arbeit, deren Bedeutung ständig im Wachsen begriffen ist, spielen heute früher wichtigere Ressorts: keine besondere Rolle. 'Löwenstein erledigt auch das UeberWeisungsressort, dessen Tätigkeit aber im ganzen nur eine registrierende ist. Bei der außerordentlich geringen Zahl von Aktiven, die großenteils ihrer Einberufung entgegensehen oder als Ausländer keinen