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Der jüdische Student · 1917-09-01 · Heft 5 (September 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 5 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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6 Der Jüdische Student ies", erhielten Verzeichnisse der in ihrer erreichbaren Nähe befindlichen Bundesbrüder und veranstalteten regelmäßige Zusammenkünfte. Neu in diese Gegend kommenden Bundesbrüdern wurde die Adresse des „Mittelpunkts" von uns mitgeteilt. So haben in der Berichtsperiode im Westen und Osten eine außerordentlich große Menge von K. J. V.er-Zusammenkünften stattgefunden, vielfacii gelegentlich des Feldgottesdienstes an jüdischen Feiertagen, vielfach aber auch in regelmäßigen Abständen z. B. an jedem ersten Sonntag im Monat. So haben sich auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen Mittelpunkte des K. J. V.er-Lebens herausgebildet, z. B. in Lille und Charleville, in Mitau, Warschau und Wilna. Neben diesen großen, viele Bundesbrüder umfassenden Zusammenkünften war es natürlich in einer sehr großen Anzahl von Fällen möglich, ein Zusammentreffen zweier Bundesbrüder herbeizuführen.*) Für diese K. J. V.er-Zusammenkünfte hat sich teilweise schon eine ganz bestimmte Form herausgebildet; sie pflegen mit einem Referat über zionistische oder Kartellfragen zu beginnen, gewöhnlich folgt dann eine-sehr lebhafte Diskussion, vielfach angeregt durch Bundesbrüder, die vor kurzer Zeit vom Urlaub zurückgekehrt sind und neues mitbringen, dann pflegt sich ein gemütliches Beisammensein anzuschließen, das z. B. in Wilna in Form einer Bcwienkne'ipe vor sich geht. Diese K. J. V.er-Zusammenkünfte dienen auch Keilzwecken und haben bereits manche Aktivmeldung gebracht. Unterstützt wird diese ganze Aktion durch die regelmäßige Veröffentlichung der Mittelpunkte in der Jüdischen Rundschau. Das System der Feldpostbriefe ist weiter durchgeführt worden. Seit dem letzten K. J. V.-Tag hat das Präsidium 7 Feldpostbriefe herausgehen lassen. Sie bestanden aus zwei Teilen, einem von Löwenstein im Auftrage des Präsidiums verfaßten und aus Anlagen, die entweder Briefe aus dem' Felde waren oder auch Zuschriften anderer Bundesbrüder, gelegentlich auch Abdrucke aus Verbindungsvereinsarbeiten enthielten. Für den von Löwenstein verfaßten Teil hat das Präsidium den Grundsatz aufgestellt, daß ihr anregender Wert gerade darin bestehen solle, daß* der Verfasser die Dinge subjektiv schildere. Das Präsidium übernimmt deshalb nicht für jede Aeußerung dieser Feldpostbriefe die Verantwortung. Diese Rundschreiben sind im allgemeinen — Ausnahmen kamen vor — freudig begrüßt worden, gaben, wie dem Präsidium1 in einer großen Reihe von Zuschriften versichert wurde, stets Anregung und festigten den Zusammenhang der im Felde befindlichen Bundesbrüder mit dem Kartell und der allgemeinen jüdischem Arbeit. Denn je länger *) Wir richten auch an dieser Stelle an alle Bundesbrüder die Bitte, sich, wenn sie einen Ortswechsel vorgenommen haben, sofort mit uns in Verbindung zu setzen und uns den Ort genauer anzugeben, damit wir ihnen mitteilen können, welche Bundesbrüder sich in ihrer Nähe befinden.

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