Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 4 (August 1917)
- Date
- 1917-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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T^WWS^^^^^ ^^JS^W^^^^^^^^^^^f'^ i 566 - Der Jüdische Student " :;: V . f_* hat einen Tag der Rache,, ein Jahr der Vergeltung für den Hader mit Zion" (Jes. 34, 4). ♦ Seinen Getreuen aber ist er wohlgesinnt. Er hat das1 Haus Jaeöb "sich aufgeladen, aufgepackt vom Muttersehoße an und bis zu ihrem Alter will er es schleppen; (Jes1. 46, 4). Ais Gott in seinem unerforsdilichen Ratschluß den Fall seines: Volkes bestimmt hat, nim'rrit er Schmerzlich bewegt Abschied von seinem Heiligtum. An der Schwelle des Tempels haben sich Cherubim aufgestellt und auf sie gestützt verläßt der gebeugte Gott im himmlischen Wagen die Stätte des Heiligtums' (Jech. 10, 18). Die Cherubim schwingen die Flügel und die Herrlichkeit Gottes erhebt sich aus der 'heiligen Stadt hinweg. Aber, schon auf dem Berge, der östlich von der Stadt liegt, läßt er sich nieder (Jech. 11, 22). Von dort kann er, wenn auch aus der Ferne, den Ort seiner Verehrung schauen: Der visionäre Prophet erbarmt Sich seines leidenden Gottes. Diesem Gotte ist sein Volk ebenbürtig an Kraft und Schönheit. Es freut sich vor Gott, wie man sich freut, in der Ernte, wie m,an . jubelt, wenn man Beute verteilt (Jes. 9, 2). Denn er hat sein Volk vermehrt und alle Grenzen des Landes er^ weitert (Jes. 26, 15). Israel ist der Sohn Gottes, der ihn gezeugt hat, Fordert er es von ihm, so will er ihm die Völker zum Erbe geben und die Enden der Erde zum Eigentum. Mit eiserner Keule mag er sie zertrümmern, wie Töpfergeläße sie zerschmettern (Ps. 2,. 8). Er verfolgte seine Feinde, und zermalmte sie wie Staub vor dem Winde. Wie Gassenkot leerte er sie aus. Gott errettete ihn aus Völkerfehden und setzte ihn zum Haupt der Heiden. Zwar schrien auch Sie zu Gott um Hilfe, aber er antwortete ihnen nicht. So wurden sie zerschmettert, daß sie nicht mehr aufstehen konnten, Israel aber -gürtete Gott mit Stärke zum Streit (Ps. 15, 38). „Er zwang Völker unter uns und Nationen unter unsere Füße" (Ps. 47, 4). Alle Heiden umringten Israel, aber im Namen Gottes wird es sie zerhauen. (2, 48). Wie anschaulich beklagt Jecheskel das Schicksal des jungen Königs Jojachin, der nach kurzer Regierung ins Exil nach Aegyp^ ten gebracht wurde. „O, wie~ war doch deine Mutter eine Löwin unter den Löwen, sie lagerte inmitten der Jungleuen, zog .ihre. Jungen groß. 'Da wuchs Heran eins, von ihren Jungen, ein Jungleu ward's; der lernte Beute machen, Menschen fraß, er (Jech. 19, 1). „Auf und drisch Zionsvolk, denn ich will dein, Horn eisern und deine Klauen ehern machen, auf daß diu viele Völker zermalmst und Gott ihren Raub und ihre Schätze dem Herrn der ganzen Erde weihst (Micha: 4, 13). Ich will sein wie der Tau für Israel, es blühe wie eine Lilie Uin}& schlage. Wurzeln wie der Libanon. Seine Schößlinge sollen wiicherny .