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Der jüdische Student · 1917-06-01 · 16. Kriegsheft (Juni 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
16. Kriegsheft (Juni 1917)
Date
1917-06-01
Page
[Seite] (sequence 61)
Language
German
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531 eine dritte durch wieder andere, besonders gepflegte Farmen der Geselligkeit findet, so sehr muß auf die Unterordnung unter den Willen der Gesamtheit des Kartells resp. seiner Exekutive Wert gelegt werden. Wo der Weg zionistischer Pflichterfüllung, des Verständnisses für die Kartellzugehörigkeit verlassen wird, wo Stärkung oder Neugründung notwendig ist,"da muß durch Ueberweisungen eingegriffen werden können — mit Gefühl für die Eigenart der Korporation und die des zu überweisenden Bundesbruders. (Die Beispiele Frankfurt und Leipzig waren so falsch wie möglich — beide verlangten Ueberweisungen, konnten keine erhalten, und nun sollen sie ein Beispiel für den Unsinn der Ueberweisungen sein)! Ich vermisse in M a r c u s' Ausführungen eine etwas eingehendere Schilderung der Formen der Freischar, und so kann , ich nur ahnend annehmen, er wolle eine Fortsetzung des Blau- Weißlebens für die Akademiker oder besser für die Freischärler, unter denen er ja auch „(Frauen? und) Nichtstudenten" sehen will. Ganz kurz möchte ich in diesem Zusammenhang eine derartige gemischte Verbindung ablehnen. Wir haben im zionistischen Interesse eine ausgesprochen männliche Erziehung zu betreiben und darauf den Zuschnitt des Kartells anzulegen, im Interesse einer, gleichfalls sehr wichtigen, weiblichen Erziehung der Mädchen für Mädchenorganisation zu sorgen. Die andere Interessen- und Zeiteinteilung des Kaufmanns macht die Herzl-Clubs notwendig, die ebenso wenig wie unsere Korporationen sich den am besten vorbereiteten Blau-Weiß-Nachwuchs entziehen lassen dürfen. Allerdings wünsche auch ich ein verständnisvolles Zusammenarbeiten der sonst auf durchaus verschiedener Grundlage aufgebauten Organisationen K. J. V., Studentinnenverein, Herzlbund, Ivria, Turnerschaft, Helferschaft des Siedlungsheimes (die ich allerdings selbst am liebsten, etwa gleich der Blau-Weiß-Führerschaft, aus K. J. V.-ern, H. c-ern, u. s. w. zusammengesetzt sehen möchte, und das hat sich auch in Berlin zwischen Ruderverein nnd Ivria, K. J. V. und Studentinnenverein schon angebahnt. Auch die Knaben- und Mädchenzüge des Blau-Weiß — ich kann das hier nicht mit der notwendigen Gründlichkeit ausführen — arbeiten ja getrennt, um sich nur bei gewissen Dingen, z. B. bei der Mehrzahl der Führerschaftsangelegenheiten, zu gemeinsamer Tätigkeit zusammenzufinden. Also die Blau-Weiß-Form: Der Blau-Weiß kennt zwei Typen, den Wanderer und den Führer; sein Leben ist den Entwicklungsjahren des Knaben angepaßt und der Führer als Beeinflußender, Erziehender, als der gebende ältere Kamerad eingeordnet Während also alle, menschlich geeigneten, Knaben ihr ganzes Erleben im Rahmen des Blau-Weiß finden können, hat von Aelteren nur ein Teil, der zum Führer geeignete, Platz und

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