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Der jüdische Student · 1917-05-01 · 15. Kreigsheft (Mai 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
15. Kreigsheft (Mai 1917)
Date
1917-05-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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w. Derf Jftdisphe ,S|tudj^jat j^pjünftjgk^ii" zUi- ■ £i#£jp- Qegeiptarid... van fast rqljgiö^r Inin$is£ ^rtipb^ni fc^k '.dz$. aus, 4en£ nadibiblisjchei^: Schaum.. ^t>^s£ sgfex. spricht^ wig de$ Offenbarungen d^i? „Europäer" Mieörjr Braijdes, Theodor Wolft und, Genossen? Meipit Ibjr,c|i^sen, Qfeist,* s,Qf liegt allerdings, wie Holdbeini sagt^ eine Weltanschauung zwischen uns. Denn, für mich gilt hier Nietzsches schöne Wort: „Zer>r£cht, o zerbrecht mir diese Tafeln!" Nun>( der neue Jjschub in Erez Israel hat; maijqhe alte Tafel zerbrochen und ängstliche Gemüter erschraken vor dem s^hjein^iien Wirrw^r, Weijni dort endlich noch der Geist der „Mod^^nitätf4 de,n Weg des Vergänglichen gegangen ist, dann erst wirdf aps dsfn §ptyutt der jfidischje Mensch sich erheben* $n dessen Schöna Öeit kh inbrünstig glaube. Wer aber vermöchte zu* sagen*, wie <J?£S£r jüdische Geist, von allem Zufälligen befreit,, nur aus sich schöpfend gestaltet sein wird? In jedem ff alle/bedeutet für mich Zionismus Abwendung vom, jü$sphen; Geeiste des Golus. Ichi glaube, auch für vi£l§, die zu. ihm. hiftzusjtreben vermeinen. Wie hat denn B. die kl^yssisqheAuseinandersetzung zwischen Cohen und* Buber iyf yjele unserer jungen Zionisten gewirkt? Sie sahen' gewjß ijB, Bii^er den Gestalter ihrer Gedanken. Und doch kann fUfj mich garr kein, Zweifel bestehen, daßi Cohen der echte Vertreter des „jüdischen Geistes" ist, ebenso wie ich im liberalen: „^epwsentanten" mehr „Jüdi^chkeit4' entdeckte, — ich meine, upftewußte, nicht willensmäßige — als sie Blumenfeld und?seinem Aph*tng je zu teil werden, wird. Es gibt nichts Bezeichnenderem ajs Cohens Erläuterung des Adonai echad^ Gott ist E i n s,. Nf\t bebender Lippe und tief ergriffenem, Herzen sqU der Jude, berauspht von der Größe des Gedankens, dieses. Gebet« sprechen. Pajul de Lagarde, nenrjt irgendwo den jüdischen? Monotheismus. d;er ipodernen Juden ein Rechenex^mpel. Man hat ihm dieses Wort sghr iibelgenpmmen. In der Tat^enthält es eine tiefe Wahrheit:, Man Kenntnis, beruhend auf den .Ergebnissen fojmal e n Denkens, zu eineräi inbrünstigen, religiösen Erlebnis erhoben wird, als ob der Wßg: zu Gott nicht außerhalb aller Kategorien menschlicher Vernunft läge. Man kann sageq^ daß .hier-die „Vernünftigkeit" ,der,rettvpgslos/ jede Ahnung Gottes versperrt; fst< eininbrünstiges Sieglest ob der gefundenen arithmetischen Lösungffeietrt. Wie. anders,wirkt Buber auf unfein! Nichts von derp jüdischen*. G&ist^denjch geschildert habe,, ja ich scheue, mich,nicht,, in, Ermangelung eines treffenderen Ausdrucks fseine Gedankengange c&iis^ologisch zu nennen. Jedenfalls, greift sein Suchen nach* Qpttwejt hinaus über alle ' Schranken des * Rationalismus uncb zejgt die, Möglichkeit,, daß wahres metaphysisches, Streben,,, die vf$jppjit$> Kraft der heiligen Bücher im? jüdischen Volke; wieder* leb^ricUg. werden kö&nte.

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