Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- 14. Kriegsheft (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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404 Der Jüdische Student die Wirklichkeit. Kräfte sind genug vorhanden, die alle neben ihrer äußeren Tätigkeit noch ihre Idee in sich tragen; ob Blau- Weiß oder Herzl-Club, ob Volksheim oder V. J. St. oder wie sie alle heißen, sie werden mehr sein, wenn sie zusammen arbeiten werden. Anm. d. Red. Dieser Aufsatz ist im Dezember 1916 in den Herzl-Bund-Blättern erschienen und für den Herzl-Bund der Anlaß gewesen, der Verwirklichung der darin angeregten Arbeitsgemeinschaft näherzutreten. Aehnliche Ideen entstanden gleichzeitig im Kreise des Ruder-V. J. St. im Anschluß an sein Projekt der Fusion mit dem jüdischen Ruderverein „Ivria". Von hieraus wurden sie dem Präsidium unterbreitet und von diesem in Bearbeitung genommen. Die vorbereitenden Sitzungen von. Vertretern der in Frage kommenden Organisationen haben bereits stattgefunden. Wir werden im nächsten Heft bereits näheres über einen Abschluß berichten können. Nach Palästina XII Ein Zusammensein mit einigen Bundesbrüdern in St. Quentin und einige Tage der Ruhe gaben mir die Anregung, mich zur Palästinafrage zu äußern. Ich schicke voraus, daß ich auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen im Lande zu Anschauungen gekommen bin, die von den im Kartell herrschenden erheblich abweichen. Die Unterzeichner des Palästinaaufrufes und ihre Freunde tragen sich mit dem Plane, nach Beendigung des Krieges nach Palästina zu gehen und dort Bauern zu werden. Sie sind überzeugt, daß dieses Unternehmen große Ansprüche an ihre körperliche Leistungsfähigkeit stellen wird und sind auch bereit,. Zerwürfnisse mit ihren Familien mit in Kauf zu nehmen. Sie erwarten dagegen von diesem Schritte, daß er ihnen geistige Befreiung und einen gewissen Lebensgenuß bringen und daß ihre Tat als vorbildliche Leistung im Kartell und in der ganzen Judenheit eifrige Nachahmer finden und damit den Anfang wirklich praktischer und nützlicher zionistischer Arbeit darstellen werde. Warme Förderer dieses Gedankens wie Hildesheimer sehen hierin die einzig würdige Beschäftigung eines national gesinnten Juden, andere wie B i 1 e s k i kommen aus dem gleichen Gedankengange zu der Folgerung, daß demnach die