Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- 14. Kriegsheft (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 383 macht die leitenden Instanzen arbeitsfähig, und wenn wir der Sorge um die Arbeitsleistung enthoben sein werden, dann wird es auch leichter sein, ein Präsidium von allgemeiner Autorität zusammenzustellen. Es braucht uns dann nicht darauf anzukommen, neben den Ressorts für Ueberweisungen, Keilen, Finanzen etc. auch einige Minister ohne Portefeuille zu wählen. Und dann noch eins, woraus die Entwicklungsfähigkeit des Sekretariats offensichtlich wird. Ich denke, wir werden demnächst alle nationalen Jugendorganisationen zusammenschließen müssen und einen Ausschuß für jüdische Jugendbewegung ins Leben rufen*. Mannigfache Aufgaben stehen hier bevor, gemeinsame jüdische Erziehung, gemeinsame Agitation, gegenseitige Ueberweisungen und all das, was bei zweckmäßiger Zusammenfassung aller Kräfte erreichbar ist. Bbr. Joseph L o e w y hat dem Ruderverein den Plan für eine jüdische Sportgemeinde vorgelegt, der ein wenig zu sehr im Reiche Jules Vernes schwebt, aber es wird wohl nur allseitig gebilligt werden, wenn wir den Orund für eine Arbeitsgemeinschaft legen, die über das sportliche hinaus alle jüdische Jugendbewegung intensivieren und bereichern soll. Und da wir nicht zu zweifeln brauchen, daß das K.J.V. die Führung haben wird, so wird das Sekretariat des K. J. V. ohne weiteres zum Qeneralsekretariat für jüdische Jugendbewegung überhaupt werden. Mir scheint, daß damit die Tragfähigkeit in wirtschaftlicher Beziehung ebenso gesichert ist, wie der Aufgabenkreis groß genug ist, um eine wirklich leistungsfähige Persönlichkeit zu gewinnen. Die Stellung des Präsidiums und die Politik des K. J. V. Von Paul S ul zberger (V. J. St. Berlin i. a. B.), im Felde. Der K.J.V.-Tag hat einen mächtigen Widerhall geweckt, vielleicht mehr noch bei den Abwesenden, als bei denen, die ihm beigewohnt haben. Zumal auf uns hier draußen, die wir seit Jahren vom frischen Leben des Kartells abgeschlossen sind, hat die Tatsache, daß mitten im Kriege zweihundert Bundesbrüder zur Beratung unserer Angelegenheiten zusammentraten, einen tiefen Eindruck gemacht. Die Berichterstattung über den K. T. ist naturgemäß lückenhaft geblieben. Aus offiziellen Berichten, Mitteilungen von Vereinen und Aeußerungen von Bundesbrüdern geht aber hervor, ♦daß die wesentlichsten dort behandelten Gegenstände die Frage •) Vgl. hierzu S. 399 ff-