Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 12. Kriegsheft (27.11.1916)
- Date
- 1916-11-27
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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318 Der Jüdische Student Vom Keilressor.t ist regelmäßig berichtet worden. Die Keilerfolge des Kartells sind da, wo wir haben arbeiten können,, befriedigend. Wir haben' bei unserer Werbetätigkeit keine Schwierigkeiten beobachtet,' die durch irgendwelche verstärkten assimilantischen Tendenzen in der deutschen Judenheit veranlaßt wären. Unser Kartell ist als Vertretung der nationaljüdischen Studentenschaft und Kämpfer für den Zionismus bekannt. Wie früher sind unsere' Gegner ^der K.C., die paritätischen Verbindungen und! die Freie; Studentenschaft. Während sich in den beiden ersteren neue Tendenzen nicht geltend machen,, wirkt in der Freien Studentenschaft das Bestreben nach Zusammenschluß zu Korporationen,, deren' Formen nach Prinzipien der modernen Jugendbewegung gestaltet werden sollen. Diese Bestrebungen haben auch auf die' zionistische Jugend Einfluß gewonnen; bisher ist uns jedoch noch keiner dieser Keilfüxe entgangen. Die Fusion-hat sieh bei der Keilarbeit bewährt. Es gab keinen Profuxen der K Z.V., der uns entgangen wäre. Das Präsidium hat nach einigem Stocken im letzten Semester wieder die Zentralisierung der Arbeit, d. h. die Vereinigung des gesamten .Adressenmaterials und die Veranstaltung -von Keilreisen, übernommen. Die Keilerfolge sind natürlich infolge, der Einziehungenzum Heere oft vom Zufall abhängig. Im ersten Kreigssemester wurden 46, im zweiten 27, im. dritten .21, im vierten 23, inzwischen weitere 4, im ganzen ä 120 neue Füxe .aktiv,.zum sehr, großen Teil zionistische Profüxe. Es hat sich gezeigt, daß wir bei Mitarbeit aller Bundesbrüder, auchderer im .Felde, wirklich die heute möglichen Erfolge erzielen und bei einiger Anstrengung der Bezirksverbände den schwachen Korporationen neue Füxe verschaffen können. — je mehi; das Leben der einzelnen Verbindungen zurückging und je weniger sie infolgedessen ihren Mitgliedern, namentlich denen im Felde, zu bieten vermochten, desto wichtiger wurde es, von der .Zentralstelle des Präsidiums aus für die Erhaltung des K a r t e 11 z u s a m m e n h a n g s zu sorgen. Das Präsidium, das seine Arbeitsfähigkeit durch die Kooptation neuer ^Mitglieder und durch die Heranziehung von Berliner Bundesbrüdern zur Hilfeleistung bisher zu erhalten vermochte, hat durch den J.St durch die Feldrundschreiben undi durch Einzelkorrespondenzen mit den im Fetde stehenden-*