Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 12. Kriegsheft (27.11.1916)
- Date
- 1916-11-27
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 313 liegen nach wie vor dem-Unterricht zu Grunde. Es wird* eine ' wichtige Aufgabe sein, diese Systeme, einheitlich verarbeitet; als Grundlage des Fuxenunterrichtes herauszugeben, um damit eine feste: Grundlage für die zionistische Erziehung zu schaffen. Die Verwirklichung des Fusiönsgedankens gestattet bestimmte, organisatorische Maßnahmen im Kartell, wobei' wir insbesondere an die Zusammenlegung von Korporationen und 1 die Ueberweisungstätigkeit denken. Die darauf gerichteten Bemühungen werden, auch wenn sich das Kartelleben' wieder normal gestaltet hat, nie dazu führen dürfen, berechtigte Wünsche mach Schönung einer bestehenden Tradition zu übergehen:' Insbesondere gilt das für die Wünsche einzelner Kartellverbinclungen ' ■nach Erhaltung ihrer im Laufe der Zeit gefestigten Eigenart.' iDiese Wünsche werden immer zu respektieren sein/namentlich dann, wenn es sich nach dem Kriege darum handeln wird, den 'Luxus von Doppelkorporationen an einzelnen Orten zu beseitigen. In diesen Fällen soll die größte Rücksicht auf die Ißundesbrüder genommen werden, die den Namen und andere ihnen lieb gewordene Besonderheiten ihrer Korporation'erhalten r zu sehen wünscnen. Rücksicht auf die Kartellgeschichte wird im einzelnen auch bei den Ueberweisungen zu nehmen' sein, wenn auch hier die Notwendigkeit, daß die im K. J. Vi groß werdenden Generationen es als volle Einheit empfinden lernen, in gewissem Umfange eine Vermischung wünschenswert erscheinen läßt Die Schwierigkeiten bei der Ueberweisung Verden übrigens gerade dadurch erheblich verringert Werden, daß die^Zahl der Doppelkorporationen reduziert wird. Im ganzen vertrauen wir auf das durch den Krieg verstärkte Bewußtsein, daß wir alle derselben Sache dienen und ihr unsere persönlichen Neigungen unterordnen müssen. Diese Einsicht hat uns bisher über Schwierigkeiten hinweggeholfen und wird es auch weiter tun. Der K. J. V.-Tag als das erste große Zeichen der Einheit, an der wir im Grunde doch alle unsere Freude haben, wird uns auf diesem Wege hoffentlich ein Stück weiter bringen.— Nachdem der Krieg ausgebrochen war, schien es zunächst manchen Bundesbrüdern möglich, daß die Fülle der äußeren Ereignisse die Neigung und Ruhe zur Beschäftigung mit den uns am Herzen liegenden Dingen beeinträchtigen würde. Sehr