Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 12. Kriegsheft (27.11.1916)
- Date
- 1916-11-27
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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312 Der Jüdische Student gültiger gegen. minder wichtige Dinge gemacht. Wer heute noch und nach dem Kriege nichts von dem Alten vergessen hat und. keine wichtigeren ^Forderungen kennt, als die nach einigen organisatorischen Aenderungen, der wird bei den anderen, deren Blick nicht auf die. Vergangenheit festgebannt, sondern in die Zukunft gerichtet ist, auf geringes Verständnis* stoßen. Gill dieser Einwand gegen die oben bezeichneten Forderungen sekundärer Natur, so trifft er nicht ganz auf die nach derZi onisierung des Kartellprogramms zu. Zweifellos besitztdiese Forderung ein anderes sachliches Gewicht. Ob die Mehrheit, des Kartells für oder gegen sie ist, dafür fehlt es bisher an sicheren* Anzeichen. Betont sei, daß die Befürworter eines zionistischen Programms sich durchaus nicht mit der Gruppe der ehemaligen K.Z..V.-er decken, ebensowenig wie etwa die Gegner mit der der ehemaligen B. J. C-er. Es gibt vielmehr sehr viele-: alte B.J.C.-er (wie übrigens bereits zur Zeit der Eingehung der Fusion), die ein . zionistisches Programm fordern, ebenso wie es alte K. Z. V.-er gibt, die Gegner eines solchen sind. Die Frage der Abänderung steht heute nicht zur Entscheidung. Hier sei nur folgendes festgestellt: Erstens: die Gegnerschaft gegen ein zionistisches Programm beruht nirgends auf dem Wunsche, die Richtung des Kartells weniger zionistisch zu gestalten. Soweit Begründungen der Ablehnung eines zionistischen Programms bekannt geworden sind, lauten sie vorwiegeftd dahin, daß es geeignet sei, die Erfolge der Keiltätigkeit ungünstig zu beeinflussen. Un in dieser Beziehung die erforderlichen Unterlagen zu gewinnen, gedenken wir Feststellungen über die jüdische Gesinnung der neu eintretenden Füxe zu treffen und die Erfahrungen der in der Keilarbeit vorzugsweise tätigen Bundesbrüder zu sammeln. Zweitens: trotz des Nichtbestehens eines zionistischen Programms sind Beschwerden über eine mangelnde Intensität des zionistischen Lebens des K. J. V. nicht laut geworden und konnten auch nicht laut werden. In dieser Beziehung sei bemerkt, daß insbesondere der Fuxenunterricht selbstverständlich systematisch darauf angelegt ist, die Füxe zum Zionismus zu erziehen. B.J. C. und K. Z. V. waren auf Grund ihrer gleichartigen Erfahrungen im Laufe der Jahre zur Ausbildung bestimmter Systeme des Fuxenunterrichts gelangt. Diese