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Der jüdische Student · 1916-06-20 · 9. Kriegsheft 9 (20.6.1916) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
13 (1916-1917)
Issue
9. Kriegsheft 9 (20.6.1916)
Date
1916-06-20
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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r226 Der Jüdische Student *wohr:am"schwersten- 'Unter Tränen rief er uns zu: 'Denkt an Baranowitschi! ' i;; l Erwähnt sei noch, daß wir beim Seder eine K.J. V.-er Tafel von 12 Mann und zwei Keilfüxen hatten, und uns gegenüber ^eine Anti-K. J. V.-er Tafel unter dem Vorsitz eines K. C-ers alles -vereinigte, was sich instinktiv von uns getrennt hatte. Als am zweiten Sederabend, dem ich persönlich nicht beigewohnt habe — ich war in einer jüdischen Familie eingeladen die Wogen der Kabaretvorträge und Soldatenlieder so hoch gingen, daß man nicht mehr wußte, ob wir einen Seder feierten oder eine Kneipen - Fidelitas stieg, verließen die Bundesbrüder die Tafel. Abraham Stein ert VOM PRÄSIDIUM Fürsorge für unsere Bundesbrüder im Felde Bbr. Dr. Martin Rosenblüth schreibt uns: In dem Briefe von Bundesbruder Siegfried Rosenbaum, abgedruckt im letzten Heft des Jüdischen Studenten, ist unter anderem von Rundschreiben die Rede, die von unseren Verbindungen jeden Monat an die im Felde stehenden Bundesbrüder gesandt werden. Ich erlaube mir die Anfrage, ob Euch davon etwas bekannt ist. Als ich das letzte Mal in Berlin war (vor ungefähr vier Wochen) berichteten mir eine ganze Reihe von Bundesbrüdern, die sich auf Urlaub in Berlin befanden, daß sie (von den ersten Kriegsmonaten vielleicht abgesehen) die ganze Zeit hindurch von ihren Verbindungen außer Mahnbriefen eigentlich nichts bekommen hätten, weder Berichte noch Liebesgaben. Ich hatte immer die Absicht, in dieser Sache an das Präsidium heranzutreten, habe es aber im Drange der Geschäfte bisher immer hinausgeschoben. Ich bitte das Präsidium dringend, entweder die Versendung von Berichten und Liebesgaben zu zentralisieren und selbst in die Hand zu nehmen, oder eine scharfe Kontrolle in fieser Beziehung über die einzelnen Verbindungen auszuüben und im J. St. ausdrücklich bekannt zu geben, welche Verbindungen ihre Pflichten gegenüber den im Felde stehenden Kameraden garnicht oder nur sehr mangelhaft erfüllen. Ich finde es empörend und für uns beschämend, -daß die meisten Verbindungen nach den ersten paar Monaten, in . welchen das Senden von Liebesgaben sozusagen zum guten Ton gehörte, damit Schluß gemacht haben, während es ein leichtes gewesen wäre, mit sehr geringen Unkosten allen im Felde stehenden K, J. V.-ern ab und zu wenigstens ein paar Zigaretten zu senden. Denn es kommt, wie mir viele Bundesbrüder versichert haben, dabei weniger auf die Liebesgabe selbst an, als auf das in ihr zum Ausdruck gelangende - -treue Gedenken, das den im Felde Stehenden erfreut. t Dazu kommt •daß das Fehlen einer regelmäßigen Berichterstattung den Zusammen-

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