Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 13 (1916-1917)
- Issue
- 9. Kriegsheft 9 (20.6.1916)
- Date
- 1916-06-20
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 217 •eingetretenen Bundesbrüdern gegenüber endlich darf aus den genannten Gründen seine Tätigkeit nur registrierend sein. Ad 2 bemerke ich, daß sowohl die Verbindung wie der Keilfux die Gelegenheit haben müssen, den andern kennen zu lernen, wie es ja auch die Formulierung sagt. Dazu wäre vielleicht eine im K. Z. V. schon üblich gewesene Festsetzung einer Karenzzeit als O. V. G. in der Eir.zelverbindung geeignet Ad 3 ist zu betonen, daß darunter natürlich nicht die Zulassung jeder kleinen Gruppe von Leuten als neue Kartellverbindung z\i verstehen ist, die irgend ein nebensächlicher Gesichtspunkt verbindet, sondern daß damit homogene Massen gemeint sind, wie ich sie heute im Ruder-V. J. St. und im Blau- Weiß sehe. Ist man nun willens, eine derartige Anordnung nach inneren Zusammenhängen im Kartell durchzuführen, die schon angebahnt ist, wenn es ihr auch an Zielbewußtsein fehlt, so glaube ich, daß sich auch eine Blau-Weiß-Verbindung organisch in das Ganze einfügen könnte. Das Prinzip muß heißen: Zusammenschluß nach außen, Differenzierung nach innen! Friedensziele Von Robert Gidion (Ma Be A. H.), Cöln Noch ist das Ende des blutigen Völkerkampfes nicht abzusehen. Doch muß es einmal kommen und mit ihm die Zeit, wo auch wir unsere Friedensarbeit wieder in vollem Umfange aufnehmen können. Wäre der Krieg schnell zu Ende gegangen, so hätten wir damit rechnen können, die erlittenen Störungen schnell zu überwinden und dort weiterzubauen, wo wir aufgehört haben. Heute ist das anders. Viele Dinge haben ein anderes Gesicht angenommen und wir müssen für den Frieden rüsten, wenn wir uns nicht der Gefahr aussetzen wollen, daß er uns noch mehr Abbruch tun wird, als der Krieg es vermocht hat. Ich bin überzeugt, daß 'der Krieg einen nachhaltigen Einfluß * auf die Gestaltung des Studenten- und vor allem des Korpora, tionswesens in Deutschland ausüben wird. Ganz zweifellos muß dies in den ersten Friedensjahren der Fall sein. Die aus «dem Kriege zurückkehrenden Studenten haben eine Einbuße von