Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 5-6 (26.1.1916)
- Date
- 1916-01-26
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 125 tragenden, dank der Sachlichkeit ihrer Ausführungen, schließlich dank dem vornehmen Rahmen in dem die Vorträge stattfanden, brachten sie dem Zionismus und damit auch dem K.J.V. einen außerordentlichen Erfolg. Der Ueberschuß wurde dem „Roten Halbmond1' überwiesen. Für die Geschichte des K.J.V. bleibt diese Unternehmung insofern bedeutungsvoll, als hier zum ersten Mal die deutsche zionistische Studentenschaft als selbständiger Faktor der jüdischen Politik nach außen hin auftrat. In der jüdischen Jugendbewegung betätigten sich unsere Bundesbrüder, soweit der Krieg Menschen und Raum dafür gelassen hatte. Im wesentlichen kann dies nur vom „Blau- Weiß" gelten. Da die Zahl der Führer durch Einberufungen zum Felde außerordentlich zusammengeschmolzen war, wurden an die Verbleibenden — zum großen Teile K.J.V.-er — umso größere Anforderungen gestellt. Außer dem „Blau-We;ßu vermochten wohl nur die Schülerverbindungen „Jung-Juda" in Berlin und Breslau ihre Tätigkeit fortzusetzen. Auch in diesen arbeiteten Bundesbrüder leitend und beaufsichtigend mit. Die zionistischen Jugendvereine dagegen haben während des Krieges ihre Tätigkeit aus Mangel an Mitgliedern fast ganz einstellen müssen. Gelegentliche Beziehungen unterhielten wir zum „Hechaw e rdem Verband östlicher zionistischer Akademiker, der seinen Sitz in B e r n hat. Mit ihm standen wir in gelegentlicher Korrespondenz; für die Hechawer-Zeitschrift lieferte auf Wunsch des Verbandes in unserem Auftrag Bb. Fritz Löwenstein einen instruierenden Artikel über die Organisation und die Methoden des K. J. V. Es ist zu wünschen, daß unsere Beziehungen zu dieser gleichstehenden Organisation sich festigen; ein Austausch Erfahi ungen und Kenntnissen, und soweit möglich, auch Menschen, kann auch hier nur förderlich für unsere nationale Sache sein. — Unser Verhältnis zum K. C. hat sich nicht geändert. Wenn es auch im Laufe des ersten Jahres zu Reibungen 'tischen den Verbänden nicht kam, so hat sich natürlich Goch innerlich an der gegenseitigen Stellung nichts geädert. Es darf vielmehr angenommen werden, daß der ^rieg die uns und den K. C trennende Kluft noch ver-!eft hat, da die Formel des K. C, durch den Krieg sei die