Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 12 (1915-1916)
- Issue
- Heft 5-6 (26.1.1916)
- Date
- 1916-01-26
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student bisher für ehemalige B.J. C.-er nach dem B.J. C-, für ehemalige K. Z. V.-er nach dem K. Z. V .-Statut. Die Statuten - Regelung wird bald erfolgen. Den Verbindungen, Bezirksverbänden und Altherrenbünden ist bereits ein Vorentwurf der Statuten zur Prüfung zugegangen. Das Präsidium wird auf Grund des ihm zugehenden Materials die endgültige Fassung beschließen und sie für die Zeit bis zum nächsten Kartelltag in Kraft setzen. — Daß dem Präsidium die Kompetenzen erhalten bleiben mußten, die in den alten Kartellen der leitenden Körperschaft zugestanden hatten, war selbstverständlich. Von dieser Basis aus organisierte sich das Präsidium in seiner konstituierenden Sitzung, am 30.Juli 1914, folgendermaßen: Den 1. Vorsitz erhielt Rosenkranz, den 2. Rosenberg; zur Bearbeitung wurden ihnen die Angelegenheiten einzelner A. H. übertragen; Hirsch erhielt das Ressort Jüdische Arbeit außerhalb des Kartells, ferner zusammen mit Rosenberg das Verschmelzungsressort, d. h. die Aufgabe, besondere der Fusion nützliche Maßnahmen zu treffen und zu fördern; Berthold Cohn und Rosenbaum das Keilressort; Herlitz und Gerson das Ueberweisungsressort; R o s e n b 1 ü t h das Ressort Jüdische Arbeit innerhalb des , Kartells, allgemeine Kartellangelegenheiten und Berichterstattung für die Zeitschrift; Erich Cohn die Redaktion der Zeitschrift, die zunächst den Namen „Der Jüdische Student" führt; Henryk Cohn und Fischer das Finanzressort. Diese Aemterverteilung hat nie praktische Bedeutung gewonnen; der Ausbruch des Krieges warf sie sofort über den Haufen, und das Präsidium mußte mit beschränkten Kräften seine beschränkte Tätigkeit fortsetzen. Immerhin gestattet die beschlossene Einteilung gewisse Schlüsse darauf, wie das Präsidium seine Aufgabe auffaßte; deswegen wird sie hier wiedergegeben. Im Laufe des Krieges gestaltete sich die Aemterverteilung im Präsidium folgendermaßen: Nach Rosenkranz' Tode trat Rosenberg an seine Stelle als Vorsitzender, während Erich Cohn dea 2- Vorsitz erhielt. Herlitz behielt das Ueberweisungsressort*.