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Der jüdische Student · 1914-01-31 · Heft 9 (31.1.1914) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 9 (31.1.1914)
Date
1914-01-31
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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322 weitertreiben, was sie in der Korporation gelernt haben. Erreicht ist das bisher nur bei den Alten Herren der Ruderabteilung. Hier muß die so wichtige Erziehung einsetzen, welche unsere Bundesbrüder befähigen soll, Führer in ihren kleinen Kreisen zu werden. Der Wert des J. S t. als Erziehungsmittel für die jüngeren Bundesbrüder ist auf dem K. T. voll anerkannt worden. Seine kaum zu überschätzende Bedeutung besteht weiter darin, daß er die Verbindung zwischen den V. j. St.-ern, die keine anderen Beziehungen zum B. J. C. mehr haben, und dem B.J.C. herstellt. Trotzdem hat sich die Majorität des K. T. durch finanzielle Rücksichten bewegen lassen, die Ausdehnung des J. St. zu beschränken. Diese Maßregel sollte dadurch gemildert werden, daß die Vereinsberichte, die ja ohnedies regelmäßig ziemlich inhaltlos sind, an Zahl und dem Umfange nach erheblich reduziert werden. Die Debatte über die Keiltaktik hat Gelegenheit geboten, über unsere B e z i e h u n g e n z u m K. Z. V. zu sprechen. Es scheint, daß zur Zeit ein freundschaftliches Zusammengehen zwischen B.J.C. und K. Z. V. schwer möglich ist, wenn es als wünschenswerter Zustand auch stets im Auge behalten werden muß. Deshalb hat das Präsidium Vollmacht erhalten, mit dem K. Z. V. wenigstens ein Mensurabkommen zu treffen, das allerdings leider nicht mehr so bedingungslos Kontrahagen und deren Austragung zwischen B. J.C-ern und K. Z. V.-ern verhindert, wie es nach dem früher vorgeschlagenen Abkommen der Fall gewesen wäre. Was sonstige Keilfragen betrifft, so ist lediglich hervorgehoben worden, daß das Keilen mit Rücksicht auf die Persönlichkeit der Objekte geschehen muß und daher keine allgemeinen Regeln kennt. Prinzipiell soll jedoch unsere Tendenz scharf und wahrheitsgemäß hervorgehoben werden. Die Vereine dürfen ihren Betrieb nicht aus Rücksicht auf einzelne Keilfüxe verändern, sondern müssen ihnen gegenüber stets die starre und starke Geschlossenheit der Korporation betonen. Die Anstrengungen zur Erreichung guter Keilerfolge können nicht groß genug sein, es soll jedoch unter den Aufzunehmenden eine vorsichtige Auswahl getroffen werden. Das Verteilen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das Bestreben, die Bundesbrüder unter ständiger Kontrolle zu halten und sie stets in die Vereinsarbeit einzuspannen, sowie manche berechtigten praktischen Rücksichten haben zu Beschlüssen geführt, welche die Arbeit der Ferial verbände regeln. Auch hierdurch soll gerade die Keilarbeit gefördert werden. Als man dem V.J. St. Charlottenburg auf dem K. T. das Lebenslicht ausblasen wollte, hat es sich wieder gezeigt, wie schwer die Entscheidung in solchen Fragen ist, in denen ein Teil der Delegierten nicht durch eigene Anschauung informiert ist Der V.J. St. Charlottenburg wird sich jedenfalls sehr an-

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