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Der jüdische Student · 1913-11-20 · Heft 7 (20.11.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 7 (20.11.1913)
Date
1913-11-20
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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240 Der Judische Student einschwenken. Wie viele von diesen austreten werden, das wollen wir abwarten! WätiFend ich dieses schreibe, lese ich zu meiner Genugtuung im J. St., daß die Maccabaea in ihrer Gesamtheit es abgelehnt hat, Bedenken vom jüdischen oder zionistischen Standpunkt ans gegen die Einführung der unbedingten Satisfaktion anzuerkennen. Man darf wohl hoffen, daß diese Einwände jetzt endlich einmal erledigt sind Umsomehr ist es zu bedauern, daß gerade in diesem Vereine, der prinzipiell in dieser Frage einhellig einen so verständigen Standpunkt einnimmt, eine nicht unerhebliche Minorität der Alten Herren wieder einmal taktische und politische Erwägungen vor die frische Farbe der Entschließung gestellt hat. Es will mir manchmal scheinen, als wenn bei uns die Neigung, jede Sache recht fein politisch auszuspinnen, hier und da den Blick für ganz einfache Dinge etwas trübt. Man überlege einmal: Wie lange können wir denn überhaupt noch in der bisherigen Weise fortwursteln? In kurzer Zeit, jekt, da sich alle Welt so bedenklich lebhaft für uns interessiert, wird man überall wissen, was dem Keilfuxen bei uns blüht wenn er nicht Satisfaktion gibt, und für Aufklärung etwaiger reiner Toren werden unsere guten Freunde schon sorgen. Dann haben wir nur, wie sicher schon jetzt hier und da, den doch wirklich sehr ernst zu nehmenden Schaden, daß mit dem Vorwurfe der Unaufrichtigkeit gegen uns gearbeitet werden kann. Wie sich die Beibehaltung oder gar noch Verfeinerung der jetzigen Methode aber mit den Zielen verträgt, die wir iheis bezüglich der Charakterbildung unserer Füxe gesteckt listen, die ja doch später einmal das Subjekt der Keilarbeit sdin werden, das möchte ich hier nur andeuten. Bileskü hat vollkommen recht, wenn er die qualitative Verschlechterung unserer Keilerfolge nach Einführung der unbedingten Satisfaktion sehr gering veranschlagt. Die Erfolge bei Füxen aus sogmannt giltjüdischen Familien werden bestimmt nicht wesentlich schlechter werden, als wenn es beim Alten bleibt; man wird, wie Bileski durchaus richtig sagt, wohl jeden durch eine versfindige Darstellung der Verhältnisse überzeugen können, und gerade hier bietet sich tüchtigen und arbeitseifrigen Bundesbrüdern eün sehr dankbares Feld der Betätigung. Der Autschub aber—und nur einen solchen hat ja wohl die Maccabäer- Minorität iin Aussicht genommen — nützt uns gar nichts, da, wie gesagt auch ohne uns bald alle Welt über unsere tatsächliche Stelltasig zur unbedingten Satisfaktion hinreichend informiert sein dürfte. Die Bedeutung eines gewissen kleinjüdischen Milieus, das wohl mit den gutjüdischen Kreisen hauptsächlich gemeint ist, als Reservoir für die Auffrischung unseres blutarmen Judentums wird außerdem sehr stark übertrieben. Ich bestreite auf Grund

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