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Der jüdische Student · 1913-08-20 · Heft 5 (20.8.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 5 (20.8.1913)
Date
1913-08-20
Page
[Seite] (sequence 63)
Language
German
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Der Jüdische Student 199 Semester einige Burschendiskussionsabende statt, die gerade hier in Heidelberg, wo die nivellierende Tendenz des äußeren jüdischen Milieus fehlt, sehr frisch und befriedigend verHefen. Eine Anzahl von Vorträgen wurde gehalten, meist von Bundesbrüdern — so sprach z. B. Bbr. K1 a u b e r über „Sexuelle Probleme", ferner an zwei Abenden über „Die Rassenmerkmale der Juden" und „Rassenhygiene der Juden", A. H. Loebenstein über „Ausblicke auf den B. J. C." —, dann aber auch von Herrn Dr. Julius Becker- Berlin über „Grundzüge einer jüdischen Politik"; zwei Vorträge von unseren Freunden Julius Simon und Dr. Moses- Mannheim stehen noch aus. Ueber die Vorgänge an der Wiener Aula unterrichtete uns in authentischer Weise Herr E p 1 e r von der befreundeten Verbindung Unitas-Wien, der das ganze Semester über als unser Verkehrsgast in Heidelberg weilte. Ein hebräischer Kurs unter Leitung von Bbr. Kilian B 1 u h m erreichte, daß alle Teilnehmer bis zum Schluß mit ungeteiltem Interesse sich der Beschäftigung mit der hebräischen Sprache widmeten. Der weiteren Ausbildung der Burschen diente ein Palästinakurs, den Bbr. Nürnberg mit Unterstützung von Bbr. S c h e r e k, beide Teilnehmer der Palästinafahrt des B. J. C, leitete, und der uns mehr Kenntnisse von Land und Leuten verschaffte, als ein trockener theoretischer Unterricht hätte gewähren können. Als einer der erfreulichsten Erfolge des Semesters ist die Gründung der V. J. K. (Vereinigung jüdischer Korporationen) zu betrachten, die der Initiative der Bbr. K1 a u b e r und B 1 uh m entspringt. Die V. J. K., die heute schon vier jüdisch-studentische Korporationen umfaßt, hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Veranstaltung von größeren Vortrags- und Diskussionsabenden der Heidelberger jüdischen Studenten- und Bürgerschaft jüdisches Interesse zu vermitteln und den beteiligten Korporationen selbst die Möglichkeit zu geben, sich durch derartige größere Veranstaltungen jüdisch weiter zu bilden. Mit der inneren Entwicklung des Korporationslebens ging die äußere Hand in Hand. Der Antrittskonvent besetzte die Chargen: stud. iur. Rudolf P i c k X stud. med. Hugo H o c h s c h i 1 d XX FM. FW. TW. stud. med. Hugo Devries XXX SW. Den Fuxenunterricht für erste Semester erteilte Bbr. Pick, für zweite Semester Bbr. Nürnberg. In den Räumen des Universitätsfechtbodens fochten wir zweimal täglich. Ein Abend in der Woche war dem recht strammen Turnbetrieb gewidmet. Unserer Pflicht, als Abteilung der jüdischen Turnerschaft uns auch sonst sportlich zu be-

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