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Der jüdische Student · 1913-08-20 · Heft 5 (20.8.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 5 (20.8.1913)
Date
1913-08-20
Page
[Seite] (sequence 62)
Language
German
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198 Der Jüdische Student Korporation hineingetragen wird. Einen schönen Abschluß fand das Semester durch ein Sommerfest am 26. und 27. Juli, Am Tage vorher fanden sich viele Bundesbrüder aus Freiburg und Heidelberg bei uns ein. Am Samstag abend stieg die Semesterschlußkneipe, und am Sonntag fuhren wir im Motorboot nach Rolandseck. Das Fest verlief äußerst angeregt und zur vollsten Zufriedenheit aller Teilnehmer. Kaffeetafel, Bowlenkneipe, Tanz und Kabaret wechselten in bunter Reihenfolge. Schließlich will ich die Vorzüge eines Wintersemesters in Bonn schildern. Den Tanz- und Festefreudigen wird der rheinische Karneval reichlich Betätigungsgelegenheit bieten, und die Sportsmen werden in ihrem Wintersport nicht zu kurz kommen. Siebengebirge, Westerwald und Eifel haben herrliche Rodelbahnen und Skigelände. Personalia: Inaktiviert wurden die aktiven Burschen B u k i (Maccabaea), Grünberg, Israel, Levi, Loewenthal, May, Nathan und Winter (Bonn). — Die Inaktiven Arthur Cahn, Hugo Cahn und Emil Meyer bestanden das Referendarexamen und wurden Alte Herren. A. H. Eisberg promovierte zum Dr. med. i. a. ß. S t e i n b e r g bestand das medizinische Staatsexamen mit „gut" und promovierte, a. B. Ostrowski bestand das Physikum mit „sehr gut", a. B. Silberbach mit „gut". — A. H. Thaddy Katz verlobte sich mit Frl. Aenni Wolf-Köln. — R.-A. Dr. Epstein- Duisburg wurde zum Alten Herren ernannt. 10. August Siegfried Marcus X, XX * * * Verein Jüdischer Studenten an der Universität Heidelberg Farben: Gelb-blau-weiß Kneipe: Ingrimmstr. 16. Briefablage: Cafe Odeon Es ist wohl der Ehrgeiz eines jeden Berichterstatters, zu Beginn seines Semesterberichtes die Worte setzen zu können: „Ein schönes und arbeitsreiches Semester liegt hinter uns." Der V.J. St. Heidelberg freut sich, daß er mit diesen Worten beginnen kann. Unser Semester war wirklich schön und arbeitsreich. Am 15. April begannen wir mit einer Anzahl von vierzehn Burschen und acht zweitsemestrigen Füxen, einer Korona, die sich bald um achtzehn Mann vermehrte. Einen schönen Auftakt für das Semester bot der Sederabend, den wir in traditioneller Weise abhielten, ein Beweis dafür, daß gerade unsere nationaljüdischen Bestrebungen erhaltend auf die Form unserer alten Religion wirken. Er war gleichzeitig eine Einleitung für unsere jüdische Semesterarbeit, die die Wissenschaftliche Kommission, gleich zu Anfang in einem längeren Expose festgelegt hatte Neben den Fuxenstunden, die diesmal auch ein größeres Interesse bei der nicht beteiligten Aktivitas auslösten, fanden im

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