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Der jüdische Student · 1913-08-20 · Heft 5 (20.8.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 5 (20.8.1913)
Date
1913-08-20
Page
[Seite] (sequence 49)
Language
German
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Der Jüdische Student 185 VOM PRÄSIDIUM Der B.J.C. im Sommersemester 1913 Das Sommersemester 1913 des B.J.C. erhielt seinen stärksten Impuls durch die Anregungen, die vom alten Väterlande Palästina ausgingen. War es doch vielen unserer Bundesbrüder am Beginn dieses Semesters vergönnt, mit eigenen Augen zu sehen, was uns andern immer nur wie ein Traumbild, eine Verheißung für die Zukunft gewesen war. Das Land, nach dem all unsere Erinnerung hinströmt, von dem wir die Erfüllung unserer Zukunftshoffnungen erwarten, durchmaßen im Sonnengianze dieses Frühjahrs mehr als 30 B.J. C.'er am Wanderstabe, schauten dort die verheißungsvollen Anfänge eines neuen jüdischen Volkslebens. Schon als sie auszogen, hatten wir alle sie beneidet, wenn einige vielleicht auch die leise Besorgnis hegten, ob sich all die hochgespannten Erwartungen erfüllen würden. Als unsere Palästinafahrer dann zurückkehrten, wurden freilich alle Besorgnisse zuschanden an dem jubelnden Optimismus der Berichterstatter, und es wird wohl keinen B.J. C.'er geben, der nicht beim Anhören der Erzählungen von dem Wiedererwachen unseres Landes und unseres Volkes den festen Entschluß faßte, in absehbarer Zeit Palästinas Boden zu betreten. Aus solcher Stimmung erwuchs bald nach der Rückkehr unserer Bundesbrüder auf eine Anregung unseres A. H. Dr. med. Z1 o c i s t i, des geistigen Vaters der ersten Palästinawanderfahrt, der Beschluß des Präsidiums, die Palästinareisen als eine ständige Einrichtung beizubehalten, und so wurde im Bunde mit anderen daran interessierten Organisationen (K. Z. V. und jüdische Turnerschaft) ein ständiges Komitee zur Veranstaltung von Palästinareisen eingesetzt, dessen Leitung in den Händen des B. J. C. liegt. Herr Geheimer Sanitätsrat Dr. Landau, Berlin, hatte für unsere erste Palästinafahrt einen Fonds von 1000 M. zur Verfügung gestellt. Das Geld ist nur leihweise ausgegeben worden und dient jetzt als Organisationsfond für die späteren Fahrten. Auch an dieser Stelle sei Herrn Geheimrat Landau unser Dank ausgedrückt. Obwohl durch die Palästinareise viele Bundesbrüder unserer Arbeit zeitweise entzogen waren, so war auch in dem verflossenen Sommersemester der Erfolg unserer Keiltätigkeit recht befriedigend. Es ist so aufs neue der Beweis erbracht, wie nachhaltig und machtvoll unsere Ideale auf die jüdische Studentenschaft wirken. Unsere jüngste Korporation, der V. J. St. Heidelberg, marschiert wie im Sommersemester 1912 mit der Zahl der Aktivmeldungen wiederum an der Spitze der Kartellvereine. Daß unser Zuwachs ein stetiger ist, ist dem Ausbau unserer Organisationen und der dadurch bedingten Mitarbeit aller zu verdanken. Um einen festen Zusammenhang zwischen der Altherrenschaft und den Stammkorporationen zu sichern, gründeten die Alten Herren der V.J.St'en

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