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Der jüdische Student · 1913-07-30 · Heft 4 (30.7.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 4 (30.7.1913)
Date
1913-07-30
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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Der jüdische Student 113 und Sportbetrieb ergibt sich die Verschiedenheit iires Wertes je n2ch der Art des in Betracht kommenden Menschenrhaterials. Der Turn betrieb wird zunächst immer zu empfehlen sein für alle Anfänger auf dem Gebiete der Leibesübungen, die vor allen Dingen lernen müssen, ihre Körperbewegungen zuerst einmal in Abhängigkeit von ihrem bewußten Wollenzu bringen, und sich außerdem erst ein gewisses Verständnis für die Fragen technischer und hygienischer Natur erwerben müssen. Aus diesem Grunde ist das Turnen und daneben dfe Turnspiele auch die gegebene Art. der Körperbetätigung für die Kinder, die einer sorgfältigen Aufsicht und Leitung bedüifen. Für sie o o o ist aber von besonderer Wichtigkeit die den Turnhttrieb charakterisierende militärische Disziplin, die den jungen Turner zwingt, für eine begrenzte Zeit sich unbedingt dem Willen <anes anderen unterzuordnen. Für den Erwachsenen hingegen erscheint das sportliche Prinzip weit wertvoller, denn es läßt ihm zwar im einzelnen größere Freiheit, nötigt ihn aber im Interesse des erstrebten sportlichen Zieles, alles zu' opfern, was an Kraft und Energie in ihm steckt. So dürfte zum Bespiel vom erzieherischen Standpunkte aus nichts geeigneter seih als gefährliche Hochgebitgs- oder Skitouren, die jeden Teilnehmer zwingen, alle persönlichen Wünsche hintanzustellen, ja segar über den starken Trieb der Selbsterhaitung zu siegen, ntr um der Gesamtheit zu dienen. Wenn ich nun nach diesen allgemeinen Erlegungen zu unserem speziellen Thema, Sport im B. J. C., äbergehe, so ergibt es sich selbstverständlich aus dem Gesagten, daß ich einer weiteren Berücksichtigung des Sports sowohl dem Turnen gegenüber als auch im allgemeinen das Wort asden möchte. Von den vielen Arten des Sports kommen hier allem diejenigen in Betracht, die einen Massenbetrieb ohm allzu große Kosten und Umstände gestatten, also in erster Linie Leichtathletik und Schwimmen, im Winter auch die Sportspiele Fußball und Hockey; dazu kommen noch Sportarten, die durch besondere lokale Verhältnisse bedingt sind, wie zumBeispiel inSüddeufechlandHochgebirgstouristik-und Skilaufen. .Oft schon haben wir imdenBerichten derKartell vereine lesen können, daß dieser oder jener Sport gepflegt werde, aber ich glaube, daß nirgends, wenn wir von der Berliner Ruderabteilung absehen, der S p o r t b -ettr i e b sich über das rein Spielerische erhob, and zwar deshalb, weil die geeigneten Leiter fehlen, die erst das tiefere Verständnis und Interesse an den verschiedenen Sportarten zu wecken imstande sind. Es käme also für die nächste Zeit darauf an, daß die Kartellvereine geeignete Bundesbrüder, vor allem Inaktive und jüngere Alte Herren^, veranlaßten, sich in diesem oder jenem Sport auszubilden, wenn nötig durch den Beitritt zu allgemeinen Sportvereines* so daß in

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