Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 4 (30.7.1913)
- Date
- 1913-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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Der Jüdische Student macht wird, daß die bilanzmäßigen Verluste dsr Palestine Land Development Company und des Bezahl nich&> aber auch vyar nichts gegen die Notwendigkeit beider Institriäonen beweisen und daß beide gerechtfertigt seien, der Bezaläl, weil er, frc'lich auf Kosten seiner Rentabilität, als Kunstgewei9veschu!e segensreich gewirkt hat, die P. L. D. C, weil sie, ohn* von der zionistischen Oeffentlichkut rechte Unterstützung erfahren zu haben, mit ihren geringen A\itteln doch nicht unbedeifende Bodenkäufe in Palästina-durchgeführt hat. Aus diesem Gegensatz ergeben sich die Postulate beider Parteien für unsere Palästinaarbeit. Die Opposition verlangt überall Reorganisation, Sanierung, Beschränkung unserer Betriebe und gibt die Parole aus: lieber nichts in Palästina tun, als etwas schlecht machen. Die Majorität verlangt weiteste Ausdehnung unserer Palästinaarbeit, positiv gesprochen, Vergrößerung des Aktienkapitals der P. L. D. C. und, sobald es nur die Verhältnisse in der Türkei erlauben, Aktivierung unserer auf "dem Papier bereits existierenden Agrarbank. Einig sind sich beide Parteien darin, daß es heute eine unserer wicWgsten Aufgaben ist, das jüdische Kapital für Palästina zu istferessteren. Die Erfolge des E. A. C. in dieser Richtung werden such von seinen Gegnern nicht in Abrede gestellt. Ist die Opposition mit der Palästinaarbeit des E. A. C. unzufrieden, so gibt es in den Reihen der Majorität dafüreine ziemlich heftige Strömung gegen die Leitung soser er Bankinstitutionen. Die Entwicklung der Anglo Palestine Company wird zwar allgemein anerkannt; als Mißstand aber wfrd empfunden, daß das A. C. gar keinen direkten Einfluß auf cfie Leitung dieser Bank ausüben kann. Die eigentliche Unzufriedenheit beginnt jedoch erst da, wo es sich um die Jüdische KoloniaBankm London handelt, die bisher immer nur eine Dividende von 2P/2%, höchstens einmal von 3 % verteilen konnte. Nach AnsicM der Majorität wäre bei guter Führung der Geschäfte ein größerer Gewinn erzielt worden. Die Majorität verlangt deshalb die Zuwahl neuer Mitglieder in das Direktorium und die Identität von Aufsichtsrat und Aktionskomitee. Diese beiden Fsuderungen der Majorität werden hinter den Kulissen des Kongresses im Permanenzausschuß und in den Sitzungen der Lan&mannschaften die eigentlichen Kampfobjekte sein. Heute besteht das Direktorium der Kolonialbank aus zehn Mitgliedern, mn denen die meisten schon seit Gründimg der Bank ihr Aast innehaben. Die Majorität glaubt nun, daß durch Neuwahl einiger besonders befähigten Gesinnungsgenossen ein frischerer Zug.m die Führung der Geschäfte kommen wird. Uebrigens ist beim J. C. T., wie bei allen englischen Bankinstitutionen, die eigentlich leitende Behörde nicht das Direktorium, sondern der Aiisiehtsrat, der