Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 3 (30.6.1913)
- Date
- 1913-06-30
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 79 die Sagen sich knüpfen, und den Herzlfag werden einst, und nicht so fern, die Menschen, unsere jüdischen Menschen,, mit leuchtenden Augen, wie man der kostbaren, geweihten Stunden seines Lebens gedenkt, und mit der schenkende! Gebärde des herrschenden Menschen begehen;. weil er, wie er selbst ein königlicher Mensch War, in der Gestalt und in' seiner Seele, uns nach den Jahren der Vorbereitung, der Lehre, und nach den Jahren der Wanderung unseren Herren- und' Meisterjahren zuführen wird; zu dem Zeitalter, da wir Herren sein werden über unser Blut und unseren Geist, daß er uns umschaffe und erhöhe; Herren über unser Land, daß wir es besitzen, wir das Land gesegnet machen und das Land uns segne; Herren vor der Welt, weil die Zeit jetzt reif ist, da wir ms Dämmerung und Wirrnis ins strahlende Licht treten. Wir aber sind die Starken und Reichen vor allen Völkern, die wir — und jeder trägt in Antlitz, Seele und Gebärde die Spuren der Jahrtausende an sich — am stärksten die Zeiten auf uns wiiien ließen und uns in "ihnen bewahrten, durch die Zeiten uns läutern ließen, und jetzt in der Freiheit des Betrachters, und mehr noch in der Freiheit des Tätigen sie uns unterordnen. Wir werden frei sein, in Herzls Sinn, wenn wir dienen werden, und uns vorbereiten und uns erfüllet; dienen ihm und seinem bedenken, der uns Symbol werden wird, da das Land, das so lange Symbol war, Wirklichkeit wind; wir werden uns bereit machen, wir das Volk und wir im bundesbrüderlichen Kreise am stärksten und reinsten, weil und wenn wir in Wahrheit Herzls Erben sein wollen; geheiligt durch dies.Vermächtnis, das wir und wir vor allem in Anspruch nehmen sollen, nicht aus einer Personalunion heraus, sondern weil wir die Kräfte haben; als eine Gemeinschaft, getragen von einer letzthin einheitliehen Gesinnung, wie sie sein Name verkörpert; zusan)vnengescNossen durch eine Gemeinschaft der Arbeit, die jeder nach seinem Können, aber auch jeder, wird leisten, lehrend und lernend, wirkend und schauend; in unsereiai Rahmen, der jetzt im Ringen und selbstquälerischer Kritik, aber auch zukunftsfroher Gewißheit uns zusammenschweißt zur L:inlineit, uns erzieht zu Staatsbürgern eines kommenden Reichs, und, ein Judenstaat im kleinen Abbild, zum Ziele führen will, zu denn Ziel, daß sich über der Gemeinschaft der Gesinnung und des Willens, über der Gemeinschaft der Arbeil und der Vörbereitiuag die Gemeinschaft des Lebens wird erheben, des Lebens des Volks im eigenen Land.