Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1913-04-28 · Heft 1 (28.4.1913) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 1 (28.4.1913)
Date
1913-04-28
Page
[Seite] (sequence 36)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3537599-3537704-3537705--2817-3540917
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

wahrer Angabe in Fechtangelegenheiten ausgesprochar. Die Mitteilung von dem Verruf haben wir aus Rücksicht für die allgemeinen Interessen der jüdischen Studenten in dem engsten Rahmen gefeiten.. Die gleiche Rücksicht war auch der Grund, weshalb wir den in diesem Falle völlig berechtigten. Feigheits- und Gemeinheitsverruf nicht angesprochen haben. Im Hinblick auf die allgemeinen Interessen der jütischen- Studenten bedauern wir, in die Notwendigkeit einer Verrufssrkläruig einer jüdischen Korporation versetzt worden zu sein. Dagegen bedmern wir nicht den Abbruch der Beziehung mit Akademikern, die beziglich studentischer Honorigkeit andere Auffassung und Gepflogenheften Jaben wie wir, und mit uns wohl die gesamte inkorporierte. Studentisch all" Soweit der Bericht der Licaria. Wir erklären ausdrücklich, daß wir uns dem Ur'taeif, das die Licaria hier über die beteiligten Bundesbrüder fällt, in jeder Hin siebt an schließe n. Wir berufen uns darauf, was wir dem V.J. St.München bereits vor den Mensuren am 19. November 1912 und unmittelbar darnach am 22. November 1912 zu unserem Bfedauem sagen mußten. Wir schrieben damals: „Das Präsidhm mißbilligt es auf das schärfste, daß Ihr auswärtige Biiiidesfcüder in dieser Suite habt antreten lassen. Wir werden Euch;nich auseinandersetzen, warum wir hierin einen schweren Mißbmich der Bundesbrüderlichkeit und ein Verhalten erblicken, das geeignet ist, den V.J. St. München und damit den B.J. C nach mßm hin auf das schwerste zu kompromittieren, und nacl in n e n h i n d e m o r alisierend zu wirken. Eine g r obere Verkenn u n g unseres Fechtstandpunit es, als sie in dieser Affäre zutage getreten ist, ist schon gar nicht m e h r denkbar.... Die garpe Geschichte ist das Deprimierendste, was wir in der letzten Ikit erlebt haben. Schon jetzt weisen wir Euch darauf hin, &§ das Präsidium einmütig entschlossen ist, den V.J. St. München in der Oeffentlichkeit zu desavouieren, falls der K. C. ans &r Tatsache, daß wir in dieser Mensur mit auswärtigen Renanmierfechtern zu spielen versucht haben, Kapital schlagen sollte? Vor dieser Situation stehen wir jetzt. Sie ist dadurch verschlimmert worden, daß der V. j. St. Miincten nachträglich, strikten Anweisungen des Präsidiums zum Tnsfej durch alberne Ausreden den Eindruck der Unhonorigkelf «rstärkt hat. Am 9. Januar 1913 machte uns der V. J. St. Äluncten von der Cafehausunterhaltung des Licaren-mit demV.J. St.-eF Mitteilung und bat um Instruktionen. Nach eingehenden Bettungen, in denen das Präsidium davon ausging, daß bei der Angelegenheit nichts mehr zu retten sei, daß auf keinen Fall ein nater Verstoß gegen die studentische Ehrenhaftigkeit getan werde® dürfe, und daß schließlich jede Ausrede einen Rückschluß auf die Gesamtanschauungen des B. J.C. gestatten würde, erteilten wir dem- V.J. St. München den telegraphischen Besch düt: „Wir verbieten jede unrichtige Erklärung unter Androhung &r Desavouierung"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.