Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 1 (28.4.1913)
- Date
- 1913-04-28
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 11 Aktivierung, ein gemachtes Staatsexamen noch keiner zur A. H.- ierung ist. Ihr werdet also, liebe K. V., wenn &r, auf den grünen Zweig kommen wollt, vorher Eure Gewohnheiten hierin noch ändern müssen. Solche Forderungen müssen wir erfüllen, mm unsere Organisation auf dem eingeschlagenen Wege weiterzubringen und aus ihr eine mustergültige zionistische und allgemein-menschliche Erziehungsanstalt zu machen. Das ist unser nächstes Ziel; wenn wir so weit sind, werden wir weiter sehen. Wer aber heute schon novarum rerum cupidus ist, der ist für den B. J. C. nicht der rechte Mann. Jene Bundesbrüder, von denen ich am Anfang sprach, sind vorzeitigneuerungssüchtig: anstatt unser altes Arbeitsfeld zu erweitern, haben sie sich ein neues gesteckt. Weil sie sich auf dem K. T. in Gegensatz zur herrschenden Richtung setzten, muß der unbefriedigende, jeden positiven Erfolges bare Verlauf des K. T. teilweise auf ihr Konto gesetzt werden. Ihre Ideen sind zu bekämpfen, nicht so sehr, weil sie an sich absurd und unrichtig sind, als vielmehr weil ihre Betätigung und Propagierung im gegebenen Augenblick die Interessen des B. J. C. gefährdet. Der XIII. K. T. wird zu beweisen haben, daß der XII. K. T. kein Wendepunkt für den B. J. C war, sondere eine Hürde, die er, ohne von seinem Ziele abzuirren, mit Leichtigkeit genommen hat. Betrachten wir es als ein günstiges Vorzeichen, daß die Verhandlungen am Sitze des einen der vorbffidliehen Kartellvereine stattfinden, in Königsberg. Karief.Iprogramm und Individualität Ein Beitrag zur Tendenzdebatte von Fritz Fink (Freitag A. H.), Mamburg Als ein Neuling erscheine ich in dieser Arena und nach schwerem Entschluß. Man entnehme daraus, daß es mir ernst ist mit dem, was ich auf dem Herzen habe» wenn es auch heute etwas befremdlich und unzeitgemäß klingen mag. Den Anlaß zu den folgenden Erwägungen rab mir die Tatö ö ö o sache, daß unser Präsidium kürzlich von sämtlichen Bundesbrüdern eine gedruckte Ehrenwortserklärung eingezogen"'hat, durch die sie bekräftigten, daß sie die Pflicht zur Geheimhaltung des J. St. nicht verletzt hätten.*) *) Daß das Präsidium diese Umfrage zum Zweck Äer strafrechtlichen Verfolgung" des Schuldigen veranstaltete, war mir nicM bekannt, als ich diesen Artikel niederschrieb. Seine Auffassung wird alfoer dadurch in den wesentlichen Punkten nicht geändert.