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Der jüdische Student · 1913-03-31 · Heft 12 (31.3.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 12 (31.3.1913)
Date
1913-03-31
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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436 Der Jüdische Student tischen Zustande. Nicht allein, daß wir in Palästina neues Leben hoffen und wollen, sondern: daß dort bereits Leben herrscht und wir es kennen, das soll uns mit ihm verbinden. Und je voraussetzungsloser, je naiver wir dem Vortragenden lauschen, um so schneller geraten wir in jenes Unfaßbare, daß uns alle bei solchen Veranstaltungen packt: in die Stimmung. So muß also jeder Verein dafür sorgen, daß in der jüdischen Arbeit jedes Burschen Palästina den ihm gebührenden Platz einnimmt. Betreiben wir es so, dann können die Vereine die Ernte ihres Wirkens wiederum sich selbst nutzbar machen, dann fehlt es nicht mehr an Lehrern der Palästinakunde; Was der V. J. St. dem einzelnen gibt, verlangt er eines Tages zurück. Eines ist soviel Hauptsache wie das andere. Und noch etwas. Palästinakunde ist ein anders geartetes Fach wie Tendenz. Hier kommt es meist auf das Begreifen, dort auf das Wissen an, ähnlich der Studentengeschichte. Es ist eine reine Sache des Fleißes. Nur daß. Palästina entsprechend seiner Bedeutung in der Seele des Zionisten mehr Eifer, Begeisterung und Liebe beanspruchen darf. Darum sollen die Lehrbefähigung für Palästinakunde nicht einige wenige, sondern mindestens der Durchschnitt erreichen. Zur Frage der religiös-nationalen Formen ) Von Jacob Jacobson (V. J. St. Maccabaea) Die folgenden Ausführungen wollen einen kleinen Beitrag zu der von Hirschbruch eröffneten Diskussion abgeben; ein kleines Bündel aus der großen Zahl der vielen möglichen Bemerkungen. Sie entstammen einem Briefe, den ich schon am 22. Juni 1912 schrieb, um von meinen Anschauungen das Stigma des verkappten Assimilantseins, der unzionistischen Gesinnung abzuwehren. <• Das unbedingt Neue in der zionistischen Betrachtungsweise jüdischer Probleme ist die Auffassung, des Judentums' als eines nationalen Körpers und die daraus resultierende Bewertung und Messung des Judentums aus dem Gesichtspunkt des Nationalismus heraus. Wir nehmen damit im Rahmen der allgemein-geschichilichen Entwickelung bestimmte Stellung zu einem Problem, mit dem bereits die jüdischen Propheten gerungen haben, und dem. *) Ich mache darauf aufmerksam, da(> ich hier nur an sinnfällige Ausdrucksfornienx nicht an Formen im weiteren Sinne, also z. B. Organisation gedacht habe. v

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