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Der jüdische Student · 1913-02-28 · Heft 11 (28.2.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
9 (1912-1913)
Issue
Heft 11 (28.2.1913)
Date
1913-02-28
Page
[Seite] (sequence 43)
Language
German
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413 Überzeugung tun, daß wir auf keinen Fall einen anständigen Gegner treffen wurden. Herr Justizrat Bernhard Breslauer-Berlin hat uns dieserhalb in der Allgemeinen Zeitung des Jude-.::: ~is — in Unkenntnis der unserer Anzeige zu Grunde liegenden Tatsacher. — angegriffen. Wir sandten daher an die Redaktion dieser Zeitschrift fegende Berichtigung; Der Artikel „Höchste Zeit41, von Herrn Justizrat Bernhard Breslauer, der im vorigen Heft dieser Zeitschrift (Nr. 1\ erschienen ist, nötigt uns zu folgender Richtigste:.ung der darin behaupteten Tatsachen, soweit sie uns betreffen: Der ,Jüdische Student'* ist czs interne Organ der im „Bund jüdischer Corporationen*' vereinigten Ve:e:r.e Jüdischer Studenten und wird von dem unterfertigten Präsidium herausgegeben. Er dfent — abgesehen von zwei in jedem Jahre öffentlich erscheinenden Heften — keinerlei agitatorischen Zwecken, sondern cer Erörterung innerer Angelegenheiten unserer Organisation und der Berichterstattung. Er ist deshalb ausschließlich für unsere Mitglieder bestimm::, die zu seiner Geheimhaltung ehrenwörtlich verpflichtet sind. Eine entsprechende Aufschrift, speziell auch zur Orientierung dritter, denen z-M.iig ein Heft zu Gesicht kommt, trägt jedes Heft. Eine derartige Zeitschritt haben alle studentischen Kartelle, übrigens auch viele andere O: ~2nisationen, z. B. die Bne-Brith-Logen. Die Geheimhaltung gilt also nicht ^Andersdenkenden", sondern jedem Nichtmitgliede gegenüber, mag es uns in seiner Gesinnung noch so nahestehen. Aus absolut zuverlässiger QjeL'e wissen, wir, daß seit über einem Jahre jedes unserer Hefte in der. Besitz bestimmter Gegner gerät. Es handelt sich nicht um einen gelegentliehen Vorfall, sondern um fortgesetzte Entwendungen unserer Hefte. Folgende Einzelfälle seien hervorgehoben: 1. E>as Marzheft 1912 der öttentlicnen K. C.-Blätter befaßte sich mit einem, in unserem internen Januarheft erschienenen, den K. C. betreffenden Artikel. 2. Nach Köln wurden im Dezember 1912 — .kurz bevor in Bonn unser Kartelltag stattfand — 30 Abschriften einer Veröffentlichung " aus unserem internen Novemberheft an Repräsentanten der Gemeinde usw. zur Verwertung gegen den V. J. St. gesandt. Ihr Inhalt, der auch im Kölner „Israelitischen Gemeindeblatt4' von einem liberalen Herrn publiziert worden tst, wurde in einer öffentlichen liberalen Versammlung zum Gegenstand heftiger Angriffe auf den V. J. St. gemacht. 3. In gleicher Weise — dies erscheint als besonders charakteristisch — wurden dieselben Kölner Herren auch über den Inhalt des nächsten Heftes, der Dezembernurrtmer. informiert. Das Kölner,israelitische Gemeindeblatt'' war in cer Lage, in der Polemik eines liberalen Herrn gegen den V. 'J. St. auch aus diesem Heft zu zitieren. Herr. Jusiizrat Breslauer ersteht hieraus, daß es sich nicht darum handeln kann, daß „eine Nummer in den Papierkorb gefallen ist, oder . als Käsepapier oder sonstwie verwendet und auf diesem Wege in andere Hände gefallen ist1'. Angesichts der in akademischen Kreisen herrschenden Ansicht vom Wesen des Ehrenworts ist e5 susgeschlossen, daß die Indiskretionen auf eines unserer Mitglieder zurückzuführen sind — es müßte denn jemand sein, der sich als Vertreter unserer Gegner betrügerisch in unsere Reihen eingeschlichen hat. D e von Herrn Justizrat Breslauer vermißte (ehrenw'örtliche) Anfrage bei unse'm" sämtlichen Mitgliedern ist erfolgt. Sie hat .nichts ergeben. . Die Tatsachen zwingen a!so zu dem Schluß,' daß systematisch feindliche Kreise sich in den Besitz unserer Hefte setzen — was nur

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